27.12.2017, 00:30 Uhr

Brauchtum zu Silvester

Unheil soll durch Räuchern abgewendet werden. (Foto: Foto: Ploner)

Von wegen nur Feuerwerk und Bleigießen. Silvesterbräuche sind so vielfältig wie die Jahreszeiten.

BEZIRK. Wer möchte das nicht, zu Silvester einen Blick in die Zukunft werfen?

Beim "Hütelheben" können Einblicke ins neue Jahr gewonnen werden. Unter Hüte werden unterschiedliche Gegenstände versteckt, wie etwa ein Buch für Weisheit, ein Schlüssel für ein neues Haus, ein Kamm für lausige, also schlechte Zeiten, eine Münze für Reichtum, eine Puppe für Babyfreuden. Wird ein Gegenstand dreimal von derselben Person aufgedeckt, so gilt das als schicksalsweisend.

Unheil soll durch Räuchern abgewendet werden. In einem Gluatpfandl werden auf die Glut Kräuter und Weihrauch gestreut. Damit geht man durch das ganze Haus, in den Keller, auf den Dachboden, um das Haus und dessen Bewohner vor schlimmen Ereignissen zu schützen.

Ein Feuerritual dient dazu, Altes loszulassen und damit den Weg für Neues freizumachen, das ins Leben treten möchte. Dazu werden belastende Dinge auf kleine Zettel geschrieben oder gemalt und in ein Silvesterfeuer geworfen. So startet man befreit ins neue Jahr.

Amüsant ist der Brauch der Weissagung unter Freunden. Jeder Teilnehmer sagt für jeden anwesenden Teilnehmer auf einer kleinen Karte voraus, was sich im kommenden Jahr verändern wird. Die Karten werden jeweils in einer Dose verschlossen und bis zum Jahresende aufbewahrt. Unterhaltung ist garantiert, wenn man nach einem Jahr die alten Prophezeiungen liest.
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