10.07.2018, 13:03 Uhr

Funktionäre nicht so leicht zu finden

Mehr als die Hälfte der rund 200 Sportvereine in Wels & Wels-Land gehören den drei Sportdachverbänden an. (Foto: contrastwerkstatt/Fotolia)

Die Obleute der drei großen Sportdachverbände geben Einblicke in das Vereinsleben der Region.

BEZIRK. Dass Vereine von Mitgliedern leben, die besonderen Einsatz zeigen, darüber sind sich Manfred Sams, Obmann der "ASKÖ Bezirk Wels", Helmut Aichbauer, ASVÖ-Bezirksvorstand Wels, und Joris van Wanroij, Obmann der "Sportunion Bezirk Wels-Stadt" (Union) einig. Für die ASKÖ hebt Manfred Sams die Leistungen der langjährigen Mitglieder Heinrich Göttlinger vom Eisenbahnersportverein (ESV) und Michael Hager vom Polizeisportverein (PSV) hervor. Helmut Aichbauer – selbst für seinen mehr als 50-jährigen Einsatz im Sport 2017 vom Land OÖ mit dem Titel "Konsulent" ausgezeichnet – streicht für den ASVÖ Eva Schick als die "gute Seele" des Welser Turnvereins (WTV) heraus.

Spitzensport und Ehrenamt

Aus den Vereinen der Sportdachverbände sind auch Spitzensportler hervorgegangen: ASKÖ-Obmann Sams verweist auf die Judo-Weltklassekämpferin Sabrina Filzmoser vom LZ Multikraft Wels und die Spieler des Tischtennis-Bundesligavereins SPG Walter Wels. Aus den Reihen des ASVÖ nennt Bezirksvorstand Aichbauer unter anderem die Kunstturnerin Sandra Hötzmannseder vom Sportverein Flic-Flac Wels, die an Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Schon bei der Vereinsjugend seien viele Interessierte und beachtliche sportliche Leistungen zu verzeichnen, erklären die drei Obleute unisono. So sei etwa die Jugendmannschaft des American Football-Vereins Huskies Wels vom ASKÖ Wels Stamm aus "einer Initiative motivierter junger Burschen" hervorgegangen, erklärt Manfred Sams. Aus den Reihen des ASVÖ verweist Helmut Aichbauer auf die Junioren des Ruderclubs Wels, die "2017 die Landes- und Staatsmeisterschaften und internationale Regatten gewonnen haben." Ob junge Mitglieder Funktionen übernehmen wollen, sei abhängig von der Vereinskultur, so Union-Obmann Joris van Wanroij. Das bestätigt auch ASKÖ-Obmann Sams, der einräumt, dass es nicht so leicht sei, Funktionäre zu finden. Diesen Aspekt bringt Helmut Aichbauer auf den Punkt: "Es gibt keine Nachwuchssorgen in den Vereinen, aber es ist schwieriger geworden, Ehrenamtliche zu finden, die Funktionen bekleiden."
Es gibt auch einiges, worauf die Drei besonders stolz sind: "Die Vereine werden sehr zukunftsorientiert geführt. Für unsere Kinder und Jugendlichen stehen bestausgebildete Trainer zur Verfügung", so Aichbauer. "Ich bin stolz auf die tollen Leistungen im Breitensport und im Jugendbereich", erklärt Sams. Und van Wanroij freut sich, dass "wir eine große Auswahl an Sportarten zu einem leistbaren Preis bieten können." Über die Verbandsgrenzen hinaus arbeiten die drei Obleute im Stadtsportausschuss Wels zusammen und fungieren als beratendes Gremium für Vizebürgermeister und Sportreferent Gerhard Kroiß.

ZUR SACHE

Die 1.287 Vereine der Region teilen sich wie folgt auf:

In der Stadt Wels gibt es derzeit 649 Vereine. Die rund 100 Sportvereine haben knapp 20.000 Mitglieder: In Bezug auf die Einwohnerzahl ist demnach etwa jeder dritte Welser in einem Sportverein eingeschrieben. So umfasst die ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich) 35 Vereine mit rund 8.000 Mitgliedern, der ASVÖ (Allgemeiner Sportverband Österreichs) 17 Vereine mit knapp 9.000 Mitgliedern und die Union 13 Vereine mit rund 2.000 Mitgliedern.

Laut Auskunft der Bezirkshauptmannschaft Wels-Land sind im Bezirk insgesamt 638 Vereine registriert: Davon 100 Sportvereine, 74 Spar-, 32 Musik-, 36 Kultur-, sechs Kameradschafts-, 24 Senioren-, 36 Jugend-, 39 Schul- und Elternvereine sowie 17 Kinder-, elf Siedlervereine und 263 sonstige Vereine.
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