20.10.2017, 07:53 Uhr

Geisterfahrerin sorgte für Tunnelsperre

Eine Streife der Autobahnpolizei Wels eskortierte die Frau in eine Pannenbucht. (Foto: BezirksRundschau/Auer)

Eine 72-jährige Welserin fuhr auf der A8 sechs Kilometer lang in die falsche Richtung.

STEINHAUS. Als Geisterfahrerin war am 18. Oktober eine 72-Jährige aus Wels auf der Westspange der Innkreisautobahn A8 Richtung Wels unterwegs. Wie die Polizei berichtet, kam die Pensionistin im Bereich des Voralpenkreuzes gegen 15.30 Uhr irrtümlich auf die Richtungsfahrbahn Graz und fuhr auf dieser entgegen der Fahrtrichtung Richtung Wels. Zahlreiche Anzeigen gingen ein. Über die Tunnelüberwachungszentralen wurden sofort sämtliche Tunnel in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Nach sechs Kilometern Geisterfahrt konnte die 72-Jährige aufgrund der Tatsache, dass wegen der Tunnelsperren keine Fahrzeuge mehr entgegen kamen, im Tunnel Steinhaus wenden. Dort hielt sie vor einer Rotlicht zeigenden Ampel an. Unmittelbar danach stellte sie eine Streife der Autobahnpolizei Wels und eskortierte sie in eine nahegelegene Pannenbucht.

In Gedanken beim Enkelkind

Die Lenkerin war nicht alkoholisiert und es lagen keine offensichtlichen Beeinträchtigungen vor. Sie gab an, ein Enkelkind sei schwer erkrankt und sie sei in Gedanken bei diesem gewesen, wodurch sie irrtümlich falsch gefahren sei.
Der Führerschein wurde an Ort und Stelle abgenommen und Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land erstattet. Es wurde niemand verletzt und es entstand auch kein Sachschaden.

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