13.02.2018, 13:19 Uhr

ISZ: Rückendeckung durch Politik

Am ISZ Wels können Kinder neben anderen therapeutischen Möglichkeiten auch im Sinnesraum entspannen. (Foto: ISZ Wels)

Anfang März wird eine Delegation aus Wels das Gespräch mit Landesschulratspräsident Enzenhofer suchen.

LINZ/WELS. Anfang Februar wurde dem Integrativen Schulzentrum Dr.-Schärf-Schule (ISZ) mitgeteilt, dass der Schulversuch "Inklusive Klassen am Kompetenzzentrum" eingestellt wird und ab dem Schuljahr 2018/2019 kein Antrag zur Führung derartiger Klassen genehmigt werden kann. Die Alternative, die Klassen als ausgelagerte Klassen weiterzuführen, kam für die Verantwortlichen am ISZ nicht in Frage – die BezirksRundschau berichtete. Als Folge daraus sprachen sich Lehrer, Eltern sowie Vertreter der politischen Parteien vehement gegen die Beendigung dieses seit mehr als 20 Jahren bestehenden Schulversuchs aus. Der Elternverein konnte mit einer Online-Petition bereits mehr als 5.000 Unterschriften sammeln.

Delegation will verhandeln

Ein Schüler der "inklusiven Klassen" am ISZ ist Phyllyp. Der Junge leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung. Es fällt ihm sehr schwer, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Durch den Einsatz der Pädagogen und mithilfe der Gebärdensprache, konnte der Schüler im Laufe des ersten Schuljahres den Anschluss an die Kinder der Kleingruppe finden. Schon am Ende des Schuljahres konnte er stundenweise am Unterricht in der Volksschulklasse teilnehmen. Phyllyp braucht immer wieder eine Auszeit. Dann kann er sich im Matschraum und im Sinnesraum entspannen oder das therapeutische Angebot der Schule in Anspruch nehmen. Phyllyps Eltern können das mögliche Aus des Schulversuches nicht nachvollziehen. Der Elternverein der Schule will daher alles unternehmen, damit der Schulversuch in das Regelschulsystem übergeht.
 Auch die Welser Politik ist weiter aktiv. Für 8. März wurde ein Gesprächstermin mit Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer vereinbart. Mit ihm wird eine aus Bürgermeister Andreas Rabl, den Stadträten Margarete Josseck-Herdt und Johann Reindl-Schwaighofer, Landtagsabgeordnetem Gemeinderat Peter Csar, Pflichtschulinspektorin Karin Lang und ISZ-Elternvereinsobmann Christian Steinhuber bestehende Delegation die weitere Vorgehensweise besprechen.

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