04.07.2017, 15:41 Uhr

Medizin mit dem Taxi nach Hause geliefert

Andreas Rabl, Silvia Huber, Walter Aichinger und Ewald Wolfram präsentierten den Relaunch des Rezepttaxis. (Foto: Herzog)

Das Rezepttaxi macht Wels zur oberösterreichischen Musterregion.

BEZIRK. Wels und Umgebung sollen künftig zur medizinischen Musterregion werden. Im gesamten Welser Stadtgebiet und in den Gemeinden Thalheim, Buchkirchen, Gunskirchen und Marchtrenk haben rund 90.000 Menschen die Möglichkeit, sich ihre vom Hausärztlichen Notdienst (HÄND) verschriebenen Medikamente mit dem Rezepttaxi direkt nach Hause liefern zu lassen. Diese Möglichkeit ist vor allem für Singles und ältere, in der Mobilität eingeschränkte Menschen gedacht, die anders nicht an ihre dringend benötigte Medizin kommen würden. Für einen Obolus von 11,70 Euro (der Gegenwert von zwei Rezeptgebühren) liefert ein Taxi der 234-Flotte die Medikamente nachts und an Feiertagen. Die Wegstrecke spielt dabei keine Rolle.

Innerhalb einer Stunde beim Patienten

Stellt ein Arzt des unter der Nummer 141 erreichbaren HÄND einen dringenden Bedarfsfall fest, gibt dieser an Ort und Stelle ein Rezept aus. Der HÄND-Arzt fotografiert das Rezept und mailt es inklusive genauer Anschrift und Telefonnummer des Patienten an die jeweilige diensthabende Apotheke. Diese stellt die Medikamente zusammen, fordert bei 234 ein Rezepttaxi an und dieses liefert die Medizin innerhalb einer Stunde zum Patienten. Das Service besteht bereits seit elf Jahren, war laut den Betreibern aber zu wenig bekannt. Zudem erfolgte die Rezeptübermittlung bisher telefonisch. Was eine gewisse Fehleranfälligkeit barg.

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