20.11.2017, 06:47 Uhr

Was bedeutet uns Weihnachten?

Stadtpfarrer Niko Tomic

Glaube und Weihnachten in der heutigen Zeit

WELS. Advent- und Weihnachtsmärkte öffnen Ihre Pforten, Geschäfte und Straßen erstrahlen im festlichen Lichterglanz und der Handel freut sich auf die gewinnbringendste Zeit im Jahr. Am 3. Dezember ist der erste Adventsonntag. Die „stille Zeit“ beginnt, die uns auf Weihnachten, auf die Geburt Christie vorbereiten soll. Doch was heißt das in der heutigen Zeit? Sind wir uns überhaupt noch bewusst, was wir feiern? Spielt der Glaube noch eine Rolle oder geht es nur noch darum, die richtigen Geschenke für seine Lieben zu finden?
Niko Tomic, seit September 2017 Stadtpfarrer von Wels, spricht über Glauben und Weihnachten in unserer Überflussgesellschaft. Mit seinen 39 Jahren ist der aus Herzegowina stammende Priester der jüngste Pfarrer im ganzen Bezirk Wels und Wels-Land. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2011 war er sechs Jahre lang Kaplan in der Pfarre Hl. Familie (Vogelweide), somit ist Wels schon seit längerer Zeit seine Heimat.
Er persönlich verbindet Weihnachten als jüngstes von neun Kindern mit Familie, glücklichen Kindheitserinnerungen, Harmonie und Geborgenheit. Auch die heutige Jugend, übersättigt von so vielen Angeboten und Freizeitaktivitäten, sehnt sich nach dieser Geborgenheit. Bei seinen Gesprächen mit Kindern hat er auch festgestellt, dass die Sensibilität für die eigentliche Bedeutung des Heiligen Abends bei ihnen immer noch vorhanden ist. Die Botschaft, dass Gott seinen Sohn als wehrloses Kind in diese Welt schickt und sich so selbst zum Menschen macht, berührt sie nach wie vor. Doch für viele Jugendliche ist ein harmonisches Fest nur ein Wunschtraum, und es schmerzt besonders, wenn man sich gerade in dieser Zeit allein gelassen fühlt. Die Kirche kann nur Anleitung und Hilfe anbieten, gibt uns der Seelsorger zu verstehen, auch die Erwachsenen müssen den Kindern und Jugendlichen Glaube und Hoffnung vermitteln. Er glaubt daran, dass das auch in der heutigen Zeit voller Hektik möglich ist. Denn trotz aller Schwierigkeiten und Probleme, gibt es immer wieder punktuelle Ereignisse, die Hoffnung machen. „Christ sein selbst bedeutet Hoffnung zu haben“ meint Pfarrer Niko Tomic und eins sollten wir niemals vergessen: „Gott ist mit uns, auch wenn wir nicht mir ihm sind.“
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