01.07.2016, 15:08 Uhr

Gekürzte Weihnachtsprämie beim Magistrat

Die Weihnachtsprämie schrumpfte beim Magistrat auf 180 Euro. (Foto: K.-U. Häßler/Fotolia)

Magistratsmitarbeiter erhalten künftig nur mehr einen Bruchteil.

WELS. Die letzte Gemeinderatssitzung brachte eine Änderung der Weihnachtsprämie ("Familienbeihilfe" genannt) für Magistratsmitarbeiter mit sich. Bislang bekam jeder Bedienstete einen Betrag in Höhe von 249,20 Euro ausbezahlt. Weiters bekam er für jedes Kind 249,20 sowie für den Ehepartner 88 Euro. Das bedeutete für eine fünfköpfige Familie einen Betrag von 1084,80 Euro. In Summe wurden dadurch nach Angaben der FPÖ im Vorjahr 534.000 Euro ausbezahlt, wobei etwa 216.000 Euro an Angehörige flossen. In der Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, die Höhe der Weihnachtsprämie auf 180 Euro pro Mitarbeiter festzulegen. Für Frau und Kinder bekommen die Bediensteten künftig kein Geld mehr. FPÖ-Gemeinderat Georg Parzmayr befindet dies für gerechtfertigt: "Die Stadt Wels gewährt ihren Bediensteten neben dem Weihnachtsgeschenk auch noch einen erheblichen Zuschuss zu einer privaten Zusatzversicherung sowie diverse soziale Vergünstigungen."

Kritik der SPÖ

Für die neue Regelung stimmten alle Parteien bis auf die SPÖ. "Im Personalbeirat wurde das mehrheitlich abgelehnt, dieser ist aber nicht bindend. Die Prämie gehörte reformiert und angepasst, aber man sollte das Einkommen miteinbeziehen. So bekommt die Putzhilfe gleich viel wie die Magistratsdirektorin. Es wurde keine einvernehmliche Lösung mit der Personalvertretung hergestellt. Daher konnten wir nicht zustimmen", erklärt der SPÖ-Fraktionsvorsitzende Stefan Ganzert. Er hätte sich eine Staffelung gewünscht. "Je geringer das Einkommen, desto höher die Zuzahlung. Das Maximum wäre dann halt der bisherige Betrag gewesen. Wir haben viele Alleinerzieherinnen, die mit 200 Euro pro Person gerechnet haben zu Weihnachten. Die hätten das Geld auch gebraucht." Die Dienstnehmer hatten laut SPÖ keine Chance, sich gegen diese Kürzung zu wehren. Die Sozialdemokraten beziffern die Zahl der betroffenen Dienstnehmer auf 595, mit rund 951 Kindern.
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