07.06.2017, 11:00 Uhr

Stadt investiert 400.000 Euro in Jugendtreff in der Noitzmühle

Stadtregierung: FP-Bürgermeister Andreas Rabl und VP-Obmann Peter Csar. (Foto: Archiv)

Die blau-schwarze Koalition zog über das erste Halbjahr 2017 Bilanz und gab einen Ausblick auf geplante Projekte.

WELS. Bei einer Pressekonferenz am 6. Juni fassten FP-Bürgermeister Andreas Rabl und VP-Obmann Peter Csar zusammen, was die Stadtregierung seit ihrer Angelobung am 9. November 2015 erreicht hat und was in den kommenden Monaten umgesetzt werden soll. "Das Ziel war es vor zwei Jahren, das freie Spiel der Kräfte durch ein konstruktives Miteinander zu ersetzen. Wir haben damals die Koalitionspapiere auf Biegen und Brechen erarbeitet", so Peter Csar. Zwistigkeiten zu Jahresbeginn scheinen vergessen zu sein. Beide waren darum bemüht, das gute Klima innerhalb der Koalition zu loben. Stolz sind Rabl und Csar auf die Belebung der Innenstadt und den, durch das Wirtschaftsservice Wels erreichten, Rückgang der Leerstände auf 3,6 Prozent.

Zahlreiche Projekte in der Umsetzung

Der Ankauf des Greif, die Angebotserweiterung des öffentlichen Verkehrs und die Optimierung der Welser Volkshochschule zählen ebenso zu den gesetzten Schritten. Nicht zuletzt sei auch die Verschlankung des Magistrat zu nennen. In naher Zukunft soll zudem ein neuer Bücherbus angeschafft werden – Kostenpunkt 400.000 Euro. Geld wird auch in die laufende Renovierung der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen investiert. In der Pernau soll zudem ein privater Kindergarten eröffnet werden. "Ab Herbst befindet sich die Stadt, was die Betreuungsplätze betrifft, auf einem Rekordhoch", freut sich Rabl. Daher werden derzeit auch 14 zusätzliche Betreuer gesucht. 365.000 Euro fließen bis September 2018 in die Innen- und Außenrenovierung des Wasserturms. Ein weiteres Projekt ist die Errichtung eines Jugendzentrums in der Noitzmühle. "Was Jugendtreffs angeht, ist Wels schon sehr gut ausgestellt. Beinahe jeder Stadtteil verfügt über eines. Mit der Noitzmühle schließen wir eine Lücke", so Rabl. Die voraussichtlichen Kosten dafür sollen sich auf 400.000 Euro belaufen. Im Zuge der Parkraumgestaltung sollen die Parkanlage Böhmerwaldstraße attraktiviert werden. Neue Sitzgelegenheiten, Spielgeräte für Kinder und ein Trinkbrunnen sind geplant. Das lässt sich die Stadt 77.000 Euro kosten.

Keine neuen Schulden

Bei der Frage nach der Finanzierung hält Rabl fest, dass dies nicht mit den Erlösen aus dem Verkauf der Sparkassen-Anteile geschieht. "Mit der Hälfte der 72 Millionen Euro wurden Kredite abbezahlt, des Rest ist gut bei Banken und Beteiligungsbetrieben geparkt." Die aktuellen Projekte hingegen würden durch Budget-Überschüsse finanziert, da weniger für Raten und Zinsen aufzuwenden sei. Daran solle auch in Zukunft festgehalten werden, man werde keine neuen Schulden machen.

Ankauf der KJ-Garage geplatzt

Höchste Priorität hat für Rabl und Csar auch die Neugestaltung des Kaiser-Josef-Platzes. Hier soll ein Gestaltungswettbewerb unter Einbeziehung einer Bürgerbeteiligung stattfinden. Der Ankauf der Tiefgarage sei hingegen geplatzt, da man sich mit dem Wiener Betreiber nicht über den Kaufpreis einigen konnte.

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