22.06.2017, 16:29 Uhr

Anna Przybilla ist Vizeeuropameisterin

Vergangenes Wochenende fanden die Age Group Heimeuropameisterschaften über die Kurzdistanz im wunderschönen Kitzbühel statt.
Anna Przybilla konnte nach einer Aufholjagt am Rad mit Laufbestzeit bei den Damen den 2. Gesamtrang und somit den Age Group Vizeeuropameistertitel nach Österreich holen.
„Es war ein Wettkampf in einer atemberaubend schönen Gegend, mit einem unglaublich motivierenden und großen Publikum. Die gesamte Veranstaltung war perfekt organisiert“, zeigt sich die TTW-Triathletin zufrieden mit ihrer gewonnenen Silbermedaille.
Doch auch die Leistungen der übrigen Tri Team Wels Athleten konnten sich sehen lassen.
So wurde Wolfgang Tischler in seiner Altersklasse bester Österreicher, dies reichte jedoch leider nur für Rang vier. Die internationale Konkurrenz verweigerte ihm leider einen Platz am Stockerl. Mit einer solchen Leistung kann man aber auf jeden Fall zufrieden sein. Außerdem finden bald die Age Group Europameisterschaften über die Sprintdistanz in Düsseldorf statt, wo Przybilla und Tischler noch ein Schäuferl nachlegen wollen!
Walter Schmidinger erreichte den 10. Rang in der Altersklasse, Mair Rudi wurde AK 24.
Die fünfte TTW-Starterin, Katharina Przybilla erlebte einen turbulenten Tag.
Sie zweifelte ob ein Antreten aufgrund von körperlichen Beschwerden während der Vorbereitung Sinn machen würde. Aber die Chance an einem internationalen Rennen teilzunehmen wollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.
So stieg sie nach einem „zachen“ Schwimmen aus dem Schwarzsee und nahm die erste von 3 hügeligen Radrunden in Angriff.
Katharina fand nicht richtig ins Rennen, verlor auf der zweiten Runde Platz um Platz…doch wie sich herausstellte, hatte dies vielleicht so sein sollen, damit sie dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort war?!
In der 3. Runde lag in einer Abfahrt eine regungslose Person in einer Blutlacke mit verdrehten Extremitäten mitten auf der Straße. Dr. Przybilla blieb stehen und leistete sofort erste Hilfe. Der ausgebildeten Notärztin gelang es die Patienten aus Großbritannien zu stabilisieren. Katharina schickte eine weitere Athletin, die stehengeblieben war, ins Tal um Hilfe anzufordern. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich die Rettung.
Das Rennen war an dieser Stelle für Katharina, wie auch für die verunglückte Athletin, die dann auf die Intensivstation des KH Innsbruck transportiert wurde, zu Ende.
„Ich hoffe sie wird wieder ganz gesund. Ich vermute und hoffe, dass ich ihr das Leben und hoffentlich ein normales Leben retten konnte, somit hat meine Teilnahme und meine miese Radperformance einen Sinn gehabt, sonst wäre ich nicht im richtigen Moment vorbeikommen.“
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