08.06.2017, 15:34 Uhr

350 Jahre "Lederwaren Winklmayr"

Ingeborg Micko (Stadtmuseum), Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner, Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer und Georg Winklmayr in der Ausstellung. (Foto: Herzog)

Georg Winklmayr feiert Jubiläum mit eigener Ausstellung "Hautnah".

WELS. Wels kann auf eine über 750 Jahre nachweisbare Tradition der Lederherstellung und Lederverarbeitung zurückblicken. Das Handwerk und später die industrielle Fertigung von Leder waren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Einer der wenigen, noch lederverarbeitenden Betriebe in Wels, das Traditionsunternehmen "Lederwaren Winklmayr", feiert 2017 das Bestehen einer 350-jährigen Sattlerdynastie.

Hubschraubersitze für Abramowitsch

Der heutige Inhaber Georg Winklmayr übernahm den 1667 gegründeten Betrieb im Jahr 1989 und führt ihn bereits in zehnter Generation. Winklmayr ist der letzte Sattler in Wels und auch österreichweit schätzt er seine artverwandten Kollegen auf maximal 40. "Da ist es umso erfreulicher, dass mit meinen Söhnen bereits die elfte Generation in den Startlöchern steht", so, Winklmayr. "Lederwaren Winklmayr" bietet alles rund um's Leder, von Schuhen und Lederjacken über Handtaschen bis hin zu Geldbörsen. Winklmayr durfte aber unter anderem auch schon die Sitze des Hubschraubers vom russischen Oligarchen Roman Abramowitsch mit Leder beziehen.

Ausstellung "Hautnah"

Was Lederverarbeitung betrifft, ist Winklmayr aber nicht nur leidenschaftlicher Handwerker, sondern auch Sammler. In der Ausstellung "Hautnah" zeigt Winklmayr über 100 Exponate seiner eigenen Sammlung. Die Ausstellung ist von 21. Juni bis 26. November im Museum der Burg Wels zu sehen.

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