02.11.2017, 11:04 Uhr

Reinigungstechniker: Ein zu Unrecht unterschätzter Beruf

Reinigungskräfte müssen nicht zwangsweise weiblich sein. (Foto: dbunn/Fotolia)

Das Berufsfeld der "Putzfrau" ist ein Lehrberuf mit Facharbeiterprüfung und bietet viel Potential.

WELS. "Putzen kann doch jeder" – so die landläufige Meinung. Dass Reinigungstechnik aber heute ein Lehrberuf ist, der mit der Facharbeiterprüfung abgeschlossen werden kann, weiß kaum jemand. Gut ausgebildete Facharbeiter haben sehr gute Aufstiegschancen. Den internationalen Tag der Putzfrau am 8. November nimmt die Bundesinnung der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger nun als Anlass, um eine Lanze für den Beruf und das abwechslungsreiche Betätigungsfeld zu brechen, in dem in Österreich 52.000 Beschäftigte arbeiten. Der jährlich stattfindende Ehrentag wurde 2004 von der Krimiautorin Gesine Schulz ins Leben gerufen und wird auch Weltputzfrauentag genannt. "In den Köpfen herrscht leider immer noch ein sehr veraltetes Bild", weiß Karin Stegh, Geschäftsführerin der Blitz-Blank-Reinigung in Wels.

Dreijährige Ausbildung

Ihre 40 Mitarbeiter müssen über chemische Kenntnisse verfügen, etwa um Putzmittel beim Auftragen auf Böden richtig zu dosieren. In der dreijährigen Ausbildung stehen chemisch-physikalische Grundbegriffe, verschiedene Arten und Gefahren beim Umgang mit Reinigungschemie und Desinfektionsmitteln, Kenntnisse der Oberflächenkunde, Geräte- und Maschinenkunde sowie Arbeitssicherheit auf dem Stundenplan. Dieses Fachwissen kommt später in der täglichen Arbeit zum Einsatz. Aber auch im zweiten Bildungsweg können diese Fähigkeiten erlernt und danach die Meisterprüfung abgelegt werden.

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