29.09.2017, 10:27 Uhr

Spatenstich für das neue Kraftwerk Traunleiten

Spatenstich: Friedrich Pöttinger (Geschäftsführer Wels Strom), Andreas Kolar (Vorstand Energie AG Oberösterreich), Florian Niedersüß (Vorstandssprecher eww Gruppe), Andreas Rabl (Bürgermeister der Stadt Wels), Landeshauptmann Thomas Stelzer, Werner Steinecker (Generaldirektor Energie AG), Franz Gruber (Geschäftsführer Wels Strom), Stefan Stallinger (Vorstand Energie AG) und Wolfgang Nöstlinger (Vorstand eww Gruppe). (Foto: dualpixel.at)

48 Millionen Euro investiert Wels Strom in den Neubau des Kraftwerkes Traunleiten. Die Leistung wird beinahe verdoppelt, der Bau fügt sich unauffällig in die Natur ein.

STEINHAUS/WELS. Am 28. September wurde für das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte Spatenstich gefeiert. Im November 2019 soll das neue Kraftwerk Traunleiten in Betrieb gehen. Bis dahin will man 30.000 Kubikmeter Beton verbauen. 48 Millionen Euro – finanziert von der Raiffeisenbank – werden dafür in die Hand genommen. Wels Strom-Geschäftsführer Friedrich Pöttinger sprach von einem „Top-Projekt, das in dem Ökostrom Vorzeigeland Oberösterreich mit hoher regionaler Wertschöpfung und damit Partnerfirmen und Planern vor Ort umgesetzt wird. "Vor 120 Jahren standen hier an dieser Stelle Pioniere. Das alte Kraftwerk hat zwei Weltkriege überlebt und stets eine gute Leistung gebracht", so Pöttinger.

Natur und Technik im Einklang

Die Verantwortlichen sehen die Erneuerung als klare Chance, um die natürliche Fallhöhe und Eintiefung der Traun besser zu nutzen. Das erklärte Ziel dabei: Natur, Umwelt und Technik im Einklang. Trotz schwieriger UVP-Verfahren konnte das schlußendlich realisiert werden. „Strom aus erneuerbaren Quellen wird auch in den nächsten Jahrzehnten Öl im Getriebe der Digitalisierung sein und wir werden hier unter Wahrung von Sicherheit, Kosten, Anrainer und Umwelt ein Kraftwerk für Generationen wieder errichten“, so der für Technik verantwortliche Geschäftsführer Franz Gruber, der Wels Strom GmbH.
Landeshauptmann Thomas Stelzer gratulierte Wels Strom zur „Entscheidung mit Weitblick und wirtschaftlicher Vernunft.“ Am Industriestandort Oberösterreich brauche es mutige Investitionen wie diese, denn nur dadurch würden Arbeitsplätze geschaffen und Wertschöpfung generiert. Es gelte hierzulande, die Ressourcen an erneuerbarer Energie hocheffizient zu nutzen, Wels Strom sei dafür beispielgebend.

Strom für 30.000 Haushalte

Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl betonte den Aspekt der Versorgungssicherheit für 30.000 Haushalte auf Jahrzehnte hinaus. Zudem freue es ihn, „dass hier eines der günstigsten und modernsten Kraftwerke in ganz Österreich entsteht, wünsche allen beteiligten Professionisten eine unfallfreie und erfolgreiche Bauausführung. Die Top-Positionierung von Wels als Wirtschaftsstandort wird durch dieses Jahrhundertprojekt wiederum gestärkt“. Abschließend hielt der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern fest: "Im kalkulierten Budget von 48 Millionen Euro ist sicher noch Luft für den einen oder anderen Wander- und Versorgungssteg über die Traun, den wir in diesem Gebiet brauchen könnten."

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