08.11.2016, 15:30 Uhr

Holz ist der Sparefroh unter den Energieträgern

Wohlige Wärme durch Holz oder Pellets: auch in Zeiten niedriger Heizölpreise die günstigere Alternative. (Foto: Karlhuber Kachelöfen)

Obwohl der Preis für Heizöl seit 2014 sinkt, ist Holz unangefochten der günstigste Brennstoff.

BEZIRK. Brennholz ist der preisgünstigste und vor allem aber langfristig versorgungssicherste Brennstoff. Das zeigt die neueste Studie des österreichischen Kachelofenverbandes über die aktuellen Heizkosten. Demnach würde der Preis für Heizöl bei rund 60 Euro für 100 Liter liegen (Stand April 2016), diese Preissituation sei jedoch nur eine Momentaufnahme. „Zum einen zeigt unsere aktuelle Untersuchung, dass vor allem Scheitholz – aber auch Pellets – selbst angesichts des Preisverfalls beim Öl immer noch billiger sind. Zum anderen belegt unsere Langzeitstudie für die Biomasse die jahrelange Stabilität auf niedrigem Niveau. Der Ölpreis machte während dessen eine Berg- und Talfahrt, die niemand vorhersagen kann“, erklärt Thomas Schiffter, Geschäftsführer des Kachelofenverbandes.

Doppeltes Risiko

Tatsächlich hätten die Kosten für einen Jahresbedarf von Heizöl in den letzten fünf Jahren Unterschiede gezeigt, wie kaum ein anderes Produkt. So lag der Preis für 100 Liter zum Jahreswechsel 2009/2010 bei 58 Euro. Nur zwei Jahre später kostete dieselbe Lieferung fast das Doppelte – nämlich 106 Euro. Neben dem finanziellen Risiko gibt es auch keine langfristige Garantie auf sichere Versorgung. Viele relevante Fördergebiete liegen in Regionen, die von kriegerischen Auseinandersetzungen geschüttelt sind oder mit wirtschaftspolitischen Problemen zu kämpfen haben. Da werden Erdölfelder erobert und Raffinerien gesprengt. In der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine musste Mitteleuropa besorgt zur Kenntnis nehmen, dass der Ölhahn zugedreht wurde. Davon waren auch Lieferungen nach Westen betroffen. Das kann mit heimischem Holz nicht passieren. Der Brennstoff wächst sozusagen vor der Haustür. Das sorgt für Versorgungssicherheit. Zudem sei das Heizen mit regenerativen Energieträgern wie Holz aktiver Klimaschutz.

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