21.10.2016, 15:27 Uhr

"Schubertiade soll Jung und Alt ansprechen"

(Foto: Ecker)

Der Welser Tenor Michael Nowak will als Leiter der Schubertiade Wels neue Wege beschreiten.

WELS. Nach dem Tod von Gründer Alfred Ecker 2015 hat Nowak die Leitung übernommen und den Verein "Freunde der Schubertiade Wels" gegründet. Mit uns spricht er über seine Ideen und Ziele.

BezirksRundschau: Warum haben Sie die Leitung übernommen?
Michael Nowak: Es gibt zwei Gründe dafür, einerseits die Freundschaft zu Alfred Ecker, andererseits der immerwährende Idealismus, den Leuten, in verschiedenster Form Kultur zu ermöglichen.

Gibt es ein Überthema?
Heuer haben wir den Schwerpunkt Zeit. Generell ist es geplant, für jede Schubertiade einen roten Faden zu finden. Ich glaube es ist für die Besucher, vor allem für die Abo-Nutzer, interessant, ein Thema in verschiedenen Facetten zu sehen.
Mit der Schubertiade wollen Sie neue Wege gehen. Was hat sich verändert?
Der allerneueste Weg ist der zweite Termin, das Schubert Crossover, bei dem ich versuche, den klassischen Stil des Schubertkonzerts aufzubrechen, in einer heiteren, als auch besinnlichen Form. Generell ist mein Ziel, das Klassische mit der Moderne zu kombinieren.

Welche Zielgruppe wünschen Sie sich für die Schubertiade?

Ich möchte eine Mischung aus dem jetzt ansässigen Publikum, das aufgrund der Klassikkonzerte doch eher älter ist, und jungen Gästen. Die Schubertiade soll Jung und Alt ansprechen.

Lesungen, Tanz und Chöre sind künftig Teil des Programms. Was ist geplant?

Das Stück 'Kriegers Ahnung' geht noch nicht in die Lesung, aber stark in das Schauspiel hinein. 2017 planen wir ein Dreier-Chorkonzert mit einem Schubert Männerchor aus Kärnten, dem A Cappella Chor Wels und meinem Chor NowaCanto. Das Element Tanz ist beim Schubert Crossover vertreten. Zudem versuchen wir mit einer bekannteren Person aus Film und Fernsehen, das Mozartprogramm mit Lesungen auf die Beine zu stellen.

Heuer gibt es fünf Termine. Wieviele wird es in den nächsten Jahren geben?
Wir wollen bei fünf bleiben, maximal sechs oder eventuell so manche Sonderveranstaltung.

Wer wird zukünftig mit dem Erlös unterstützt?
Wir haben begonnen mit der Lebenshilfe Wels den gemeinnützigen Zweck in Angriff zu nehmen und wollen Institutionen wie diese musikalisch unterstützen. Nächstes Jahr planen wir, mit der Gruppe "Together", Kabarettist Ingo Vogl und der Lebenshilfe ein Konzert zu gestalten.

Für das Schubert Crossover am 4. November im Schlachthof verlosen wir 2x2 Karten.

Die Aktion ist bereits beendet!

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