29.08.2016, 16:07 Uhr

Ideales Brachvogelgebiet

(Foto: Josef Limberger/BirdLife Österreich)

Das EU-Vogelschutzgebiet am Flugplatz Wels bewährt sich. Bestände des Brachvogels nahmen zu.

WELS (nl). Die Ergebnisse der heurigen Bestandszählung seltener Wiesenvogelarten durch die Vogelschutzorganisation BirdLife zeigten, wie positiv sich der Brachvogel auf dem Flugplatz Wels entwickelt, während auf dem Flughafen Hörsching alle Brutversuche erfolglos blieben. Seit 1992 zählen BirdLife Mitarbeiter die Bestände der in Wiesen brütenden Vogelarten, darunter auch jene des seltenen Großen Brachvogels auf den Flugplätzen Wels und Hörsching. Durch die flächendeckende Intensivierung der Landwirtschaft befinden sich fast alle Feld- und Wiesenvögel im Sinkflug, da ihre Gelege häufig durch die Bewirtschaftung zerstört werden. Im Vogelschutzgebiet 'Flugplatz Welser Heide' hingegen nahmen die Bestände des Großen Brachvogels zu. Von insgesamt bis zu 46 Brutpaaren des Brachvogels in Oberösterreich kamen 2016 mindestens 10 Paare im Magerwiesenareal des Flugplatzes Wels vor. Mit wenigstens sieben flugfähigen Jungvögeln ist es in Wels auch zum landesweit besten Bruterfolg gekommen. Im Schutzgebiet lebt somit derzeit die vitalste Brachvogelpopulation des Landes. Grund dafür ist wohl die vorbildliche Pflege der Flugplatzwiesen der Flugplatzbetreiber „Weiße Möwe“. Seit 1997 sind die Wiesen ungedüngt. Die Hauptflächen werden erst ab Mitte Juli gemäht. So finden die am Boden brütenden Brachvögel, jeweils über 20 Kiebitz- und Rebhuhn-Paare, unzählige Feldlerchen sowie weitere Vögel ideale Brutbedingungen vor.
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