24.11.2016, 06:00 Uhr

Neues Konzept für mehr Sicherheit in Welser Weihnachtswelt

Mehr Polizeipräsenz soll für eine sichere und friedliche Vorweihnachtszeit sorgen. (Foto: Wels Marketing & Touristik GmbH)

Diebstahl und sexuelle Belästigung sollen in der Weihnachtswelt keine Chance haben.

WELS. Wenn viele Menschen auf einem Fleck zusammenkommen, dann ist Sicherheit immer ein großes Thema. Auch die Welser Weihnachtswelt lockt jährlich tausende Besucher an. Um das subjektive Sicherheitsgefühl jedes Einzelnen zu steigern, haben die Verantwortlichen der Welser Christkind GmbH gemeinsam mit Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner und Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß ein dreistufiges Sicherheitskonzept erarbeitet. "Natürlich besteht keine akute Terrorgefahr, aber wir haben uns auf Grund der Vorkommnisse der letzten Zeit die Frage gestellt: Was wäre wenn?", beruhigt Vizebürgermeister Kroiß. Das dreistufige Konzept sieht unter anderem eine zusätzliche, dreiköpfige Innenstadtstreife vor, die verstärkt auf den Weihnachtsmärkten patroulliert. Zudem sollen zusätzliche Polizeibeamte für mögliche Amtshandlungen bereit stehen. "Wir haben zur Weihnachtszeit immer schon Schwerpunktaktionen durchgeführt. Neben den Alkoholkontrollen zeigen wir heuer auch mehr Präsenz. Damit wollen wir Prügeleien, Taschendiebstähle, aber auch Fälle von sexueller Belästigung, wie zuletzt auf dem Volksfest, verhindern", erklärt Stadtpolizeikommandant Hübner.

"Angst in der Bevölkerung ist da"

Peter Jungreithmair, Geschäftsführer der Welser Christkind GmbH, zeigt sich mit den Besucherzahlen der bereits angelaufenen Welser Weihnachtswelt mehr als zufrieden. Frequenzen wie am Eröffnungswochenende würden aber auch erhöhte Sichersmaßnahmen verlangen: "Wir haben immer schon gewisse Vorkehrungen getroffen. Aber heuer kommunizieren wir das auch offen, da wir wissen, die Angst in der Bevölkerung ist da. Nach den Vorkommnissen in der Messe ist es uns wichtig zu sagen: Bei uns seid ihr sicher." Beim EM-Public Viewing im Sommer am Minoritenplatz habe es verstärkte Polizeipräsenz gegeben. "Darauf haben wir sehr gute Rückmeldungen bekommen", so Jungreithmair. Auch für die rund 70 Mitarbeiter und Marktbeschicker gab es eine Sicherheitsschulung durch die Polizei. Im Ernstfall sollen sie wissen, was zu tun ist und Zivilcourage zeigen. "Das soll nicht bedeuten, dass wir die Leute dazu ermutigen, Selbstjustiz walten zu lassen. Aber ich werde in meinen Sprechstunden immer wieder gefragt, ob man überhaupt die Polizei rufen soll. Natürlich soll man, aber wenn man etwas meldet, ist es wichtig, die richtigen Angaben zu machen", so Vizebürgermeister Kroiß.

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