07.09.2016, 20:30 Uhr

Nie vom 'Ernst des Lebens' sprechen

Der Schulstart ist für jedes Kind etwas Besonderes und bringt einige Veränderungen mit sich. (Foto: contrastwerkstatt/Fotolia_com)

Mit Floskeln wie diesen kann bei den Erstklässlern schnell zu viel Druck erzeugt werden.

WELS. Das Ende der Ferien naht, am Montag, 12. September beginnt in Oberösterreich das neue Schuljahr. In Wels starten 555 Taferlklassler. Die Vorfreude auf die Schule ist zwar meist groß, trotzdem sehen manche Kinder und Eltern dem neuen Einschnitt oft mit gemischten Gefühlen entgegen. "Die Einschulung ist ohne Zweifel ein großer Schritt im Leben eines Kindes. Das Kind wird vom Kindergartenkind zum Schulkind: Es lernt neue Verhaltensweisen, nimmt neue Beziehungen auf und das Thema Leistung wird immer wichtiger", erklärt die Familien-, Jugend- und Kinderpsychologin Klara Hanstein aus Wels. Eltern können einen wichtigen Teil dazu beitragen, den Kindern bestehende Ängste zu nehmen. "Sie sollten Aussagen wie 'Wenn die Schule beginnt, dann weht ein anderer Wind!' vermeiden und dem Kind stattdessen von den guten Seiten der Schulzeit erzählen", empfiehlt Hanstein. Zudem kann zu viel Fürsorge schnell kontraproduktiv sein. Ein typischer Fehler von Eltern sei zum Beispiel, Druck auszuüben: "Oft wollen Eltern mit Rechen- und Schreibübungen vor Schulanfang dem Kind einen gewissen Vorsprung verschaffen. Will es üben, ist das in Ordnung, aber es ist kein Muss."

Zahlreiche Sanierungen
Trotz der Ferien blieb es in so manchem Schulgebäude in Wels nicht unbelebt. Denn Sanierungsarbeiten standen am Plan. "Wir haben uns in den Sommerferien angestrengt, um die Bedingungen zum Lernen und zum Unterrichten in vielen Welser Pflichtschulen zu verbessern", so der Stadtreferent für Bildungsangelegenheiten, Johann Reindl-Schwaighofer. Zum größten Projekt der Pflichtschulen zählt etwa der Umbau der Welser Schulen Stadtmitte VS 2 und NMS 1, der 9,4 Millionen Euro kostet. In der NMS 3 Pernau wurden die Bibliothek und das Konferenzzimmer umgebaut beziehungsweise erweitert. In der VS 3 Schauerstraße, VS 6 Neustadt und VS 8 und 9 Vogelweide wurde für eine bessere Beleuchtung und Raumakustik gesorgt. Restarbeiten werden im Herbst erledigt. Um die steigenden Schülerzahlen abzudecken, sei laut Reindl-Schwaighofer der Bau der Volksschule Wels West dringend notwendig.
Ebenso in höheren Schulen wurde in den letzten Jahren laufend investiert, beispielsweise durch die Bundesimmobiliengesellschaft mit 30 Millionen Euro in den Umbau des BG/BRG Anton-Bruckner-Straße und des BRG Wallererstraße. Aktuell sind an der HAK die Bagger aufgefahren (siehe Seite 4).
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