06.10.2016, 09:47 Uhr

Leserbrief an Margarete Josseck-Herdt

Sehr geehrte Margarete Jossek-Herdt,

ich bin Mutter von zwei Kindern in einem städtischen Kindergarten. Gestern habe ich Ihren Brief bekommen, in dem Sie von Falschmeldungen rund um die Einsparungen in den Kindergärten berichten. Unter anderem sei es nicht wahr, dass dieses Jahr weniger Personal als letztes Jahr in den Kindergärten arbeitet und dass keine Ausflüge mehr stattfinden.

Nun ist es aber so, dass im Kindergarten meiner Kinder seit September 2016 fünf (!) Kindergärtnerinnen weniger als letztes Jahr arbeiten. Zwei wurden in die Pension entlassen, eine ist schwanger und zwei wurden versetzt. Und keine einzige dieser fünf Stellen wurde nachbesetzt. Es ist also ein unübersehbarer Fakt, dass dieses Jahr weniger Personal im Kindergarten vorhanden ist!
Und ebenso ist es Fakt, dass es dieses Jahr keine Waldtage und Bauernhoftage mehr gibt.

Wenn Sie mir nun also erzählen wollen, dass das eine Falschmeldung ist und irgendjemand mich nur verunsichern möchte, dann frage ich mich ernsthaft, wem Sie hier etwas vormachen wollen? Uns Eltern oder sich selbst? Ich fühle mich für dumm verkauft, wenn Sie mir weismachen wollen, dass wir Eltern uns diese Tatsachen augedacht haben. Wir und unsere Kinder erleben diese Einschnitte schließlich tagtäglich.

Ich würde es viel mehr begrüßen, wenn die Verantwortlichen ehrlich mit diesem ganzen Thema umgehen würden.

Es grüßt Sie,
Mag. Kristin Kaun
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