15.11.2016, 14:26 Uhr

"Qualität setzt sich am Ende immer durch"

De Juan Wright erzielt im Schnitt 19,2 Punkte pro Spiel. (Foto: WBC Wels)

WBC-Geschäftsführer Heinz Peter Fiszter hält die Welser Basketball-Halle für nicht Europacup-tauglich.

WELS. Nach acht Runden liegt der WBC Raiffeisen Wels mit sechs Siegen und zwei Niederlagen an der Spitze der Admiral Basketball Bundesliga. Für Geschäftsführer Heinz Peter Fiszter ist das jedoch kein Grund, vom ersten und zweiten Meistertitel nach 2009 zu träumen: "Der Titel war vor der Saison nicht das Ziel und ist es auch jetzt nicht. Die Mitbewerber haben sich enorm verstärkt. Im Frühjahr müssen wir einen Platz unter den ersten Sechs fixieren. Wenn man in den Playoff ist, fällt der Druck weg." In der Vorsaison scheiterte der WBC erst im Finale, ist also Vizemeister. Es sei vor allem wichtig, vom Verletzungsteufel verschont zu bleiben und "einen guten Sport zu machen, einfach Basketball zu spielen." Im Vergleich zum Vorjahr blieb das Welser Team weitgehend unverändert. "Das ist am Anfang sicher von Vorteil. Im Verlauf der gesamten Meisterschaft setzt sich aber immer die Qualität durch." So schätzt der WBC-Geschäftsführer neben Meister Oberwart auch die Kapfenberg bulls stark ein, die auf Rang sieben liegen.

Für Wels verlief der Beginn der vergangenen Saison auch alles andere als nach Wunsch und am Ende stand der Vizemeistertitel. Sollte der Erfolgslauf weitergehen, könnten Stützen wie De Juan Wright oder Davor Lamesic abgeworben werden. "Da machen wir uns aber keine Sorgen, wir haben in den letzten 17 Jahren immer eine gute Mannschaft hingestellt." Diese bräuchte Wels auch, sollte man sich als Meister für den Europapokal qualifizieren. Doch daran möchte Fiszter gar nicht denken: "Die Infrastruktur ist nicht gegeben, um in einem europäischen Wettbewerb zu spielen." Aus feuerschutzrechtlichen Gründen sei die Kapazität der Raiffeisen Arena von 1750 auf 1200 Personen reduziert worden. "Es würde gar keinen Sinn machen, in Wels zu spielen. Und zu unseren Fans zu sagen, wir spielen in Gmunden oder Oberwart, ist unmöglich", sagt Fiszter. "Bis dahin läuft aber noch viel Wasser die Traun runter." Als nächstes steht am 28. November, 19.00 Uhr, das Auswärtsderby gegen die Gmunden Swans an, die am kommenden Wochenende mit einem Sieg gegen die Traiskirchen Lions zum Tabellenführer aufschließen können. "Das wird eine sehr offene Partie werden", prophezeit der Welser Geschäftsführer.
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