4. bis 8. Juni 2018 k.i.d.Z.21-Projektwoche der 1A der HBLFA Tirol in Obergurgl

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Klimawandel spielt an der HBLFA Tirol mit Landwirtschafts- und Ernährungsschwerpunkt in so gut wie jedem Unterrichtsfach eine wichtige Rolle. Die SchülerInnen sind die EntscheidungsträgerInnen aber auch die Betroffenen der Auswirkungen des Klimawandels im kommenden Jahrhundert.

Bei k.i.d.Z. 21 setzte sich jede/r einzelne mit den Fragen, die sie direkt betreffen oder beschäftigen auseinander und findet im Austausch mit MitschülerInnen aber vor allem auch mit WissenschaftlerInnen neue Erkenntnisse und Perspektiven, die für ihre Zukunft und Entscheidungen richtungsweisend sein können.

Zu Beginn des Jahresprojekts wurden die Jugendlichen mittels Pre-Test bezüglich ihrer Präkonzepte, Vorkenntnisse, Interessen und Einstellungen zu Klima- und Umweltthemen befragt. 

Im nächsten Schritt erhielten sie im Unterricht die Möglichkeit, sich fächerübergreifend in Form individueller Projekte intensiver mit solchen Fragen auseinanderzusetzen.

Der einwöchige Forschungsaufenthalt in den Ötztaler Alpen rund um Obergurgl (1.930 m) stellte den absoluten Höhepunkt des Projekts dar: Die Jugendlichen arbeiteten in Kleingruppen an den einzelnen Stationen im Gelände. Sie generierten Fragestellungen, erstellten Hypothesen zum Klimawandel und bearbeiteten diese mit den Experten/innen vor Ort.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging es für die Schülerinnen und Schüler der 1A gemeinsam mit Maga Gabriele Pallua und Klassenvorständin MMaga Julia Gasser ins Universitätszentrum Obergurgl um das Jahresprojekt „k.i.d.Z.21“ mit Expertinnen und Experten der Universität Innsbruck abzuschließen und die selbstaufgestellten Thesen in der rauen Umgebung der Ötztaler Gletscherwelt zu verifizieren.

Am ersten Tag ging es gleich auf die Hohe Mut (2.670 m). Die erste Aufgabe war den Gaisbergferner und den Rotmoosferner zu skizzieren, mit dem Blicke ins Tal zu vergleichen und Gedanken und Fragen zu beiden Ansichten zur formulieren.

Der Dienstag, 5. Juni 2018, stand unter den Themen „Tourismus und Umweltethik“.
Im Bereich Tourismus wurde in Kleingruppen über Tourismus und Klimawandel in Obergurgl diskutierten. Es wurden auch selbständige Befragungen im Ort durchgeführt.
Im Bereich Umweltethik machten die Schülerinnen und Schüler eine Wanderung durch den Zirbenwald um die Natur mit allen Sinnen zu genießen und sich kritische Gedanken über die Benutzung und Ausnutzung der Natur durch die Menschen heute und in der Zukunft zu machen.

Am Mittwoch stand die Begehung des Gaisbergferners am Programm. Am Weg zum Gletscher wurden die Veränderungen der Vegetation je nach Höhe beobachtet und die selbstgestellten Forschungsfragen beantwortet. Bei drei Stationen auf 2.095 m, 2.203 m und 2.344 m wurde jeweils ein Feld mit 20 m² markierten und die Pflanzen begutachten. Abschließend wurden die Beobachtungen ausgetauscht.

Am Gletschervorfeld übernahm der Bergführer das Kommando. Die Seilschaft marschierte über einen Teil des Gletschers. Oben angekommen besprach man den Rückgang des Gletschers in der Vergangenheit und wie sich der Gletscher weiter entwickeln könnte. Es wurde auch die Umgebung betrachtet und nach Spuren, die der Gletscher in der Landschaft hinterlässt, gesucht.

Am vierten Tag der Exkursionswoche ging es zum Rotmoos-Wasserfall, wo man die Woche noch einmal Revue passieren ließ und einen letzten Arbeitsauftrag beim Wasserfall erledigte. Alle schrieben ihre Gedanken zur Woche auf und notierte auch, was sich an der am Montag erstellen Skizzen und den Fragestellungen verändert hat.

Danach wurde die Präsentation des Abends geplant. Um ca. 20:30 Uhr kamen elf GeographiestudentInnen der Universität Innsbruck und man präsentierte ihnen das gesamte Projekt, von der ersten Phase im November 2017 bis zur abschließenden Exkursionswoche.

Zum Abschluss der Präsentation wartete ein Stationenbetrieb auf die StudentInnen. In fünf ganz unterschiedlich gestalteten Stationen zu den Themen Gletscher, Klimawandel, Tourismus, Vegetation und den Projektheften, konnten die SchülerInnen den StudentInnen vermitteln, was in diesem Schuljahr und vor allem in der Woche in Obergurgl gelernt wurde.

Wo: HBLFA Tirol - Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Tirol für Landwirtschaft, Ernährung, Lebensmittel- und Biotechnologie, Birkenweg 8, 6175 Kematen in Tirol auf Karte anzeigen
Autor:

Mag. Andrea Hackl aus Telfs

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