Axams
Beschwerde bei der Polizei wegen Feuerwehrübung

In der alten Kläranlage wurde mit dem Löschschaum geübt – das veranlasste eine(n) Anrufer(in) zu einem Anruf bei der Polizei!
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  • In der alten Kläranlage wurde mit dem Löschschaum geübt – das veranlasste eine(n) Anrufer(in) zu einem Anruf bei der Polizei!
  • Foto: Würtenberger
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Kaum zu glauben, aber wahr: Eine Feuerwehrübung mit Löschschaum führte zu einer Beschwerde bei der Polizei, wonach mit "giftigem Schaum" gearbeitet würde. Die Empörung ist sowohl bei der Feuerwehr als auch bei Bgm. Christian Abenthung groß!

Nachdem vor wenigen Tagen eine theoretische Schulung zum Thema "Löschen von alternativen Fahrzeugantrieben" stattfand, wurde am Samstag eine erste praktische Übung dazu absolviert. Einige Feuerwehrmänner setzten in der alten Kläranlage das erlernte Wissen in die Praxis um und führten eine Übung mit dem Löschschaum durch. Ziel solcher Übungen ist die Verfeinerung und Vereinfachung von Arbeitsabläufen, bevor die weitere Mannschaft durch ihre jeweiligen Gruppenkommandanten in den neuen Löschmethoden unterrichtet wird.

"Gift-Schaum"-Unsinn

Die dreistündige Intensiv-Übung verlief erfolgreich – aber dann wurde es ärgerlich: "Noch während die Übung abgehalten wurde, gab es eine telefonische Beschwerde bei der Polizei. Angeblich würden wir mit giftigem Schaum arbeiten", zeigt die Kommandant Bernhard Holzknecht fassungslos.
"Die Feuerwehr Axams arbeitet ausschließlich mit umweltverträglichen und biologisch abbaubaren Substanzen. Weiters möchten wir anmerken, dass ein solcher Aufruhr äußerst kontraproduktiv für jede freiwillige Organisation ist. Unsere Männer haben einen Samstagnachmittag, noch dazu vor Ostern und bei schönstem Wetter, für diese Übung geopfert. Nur so kann das hohe Ausbildungsniveau, die volle Funktionsfähigkeit der Gerätschaften und der bestmöglichste Schutz für die Axamer Bevölkerung garantiert werden."

Empfehlungen

Die Führungsebene der FF Axams hat auch eine Empfehlung parat: "Man kann uns auch persönlich ansprechen, anstatt die Polizei zu rufen. Unsere Kameraden beißen niemanden und geben gerne Auskunft über unsere Arbeitsweise und Arbeitsmaterialien."
Derartige Verunglimpfungen treiben auch Bürgermeister Christian Abenthung die Zornfalten auf die Stirn: "Das Ehrenamt wird da mit den Füßen getreten. Was ist los mit unserer Gesellschaft? Anstatt froh und dankbar zu sein, dass sich Gemeindebürger im freiwilligen Feuerwehrdienst  mit unglaublich großen Einsatz für ihre Gemeinde engagieren, wird die Polizei angerufen! Ich darf allen Feuerwehrkameraden die vollste Unterstützung der Gemeinde zusichern – und ich glaube auch, dass die gesamte Bevölkerung bis auf wenige Ausnahmen hinter unserer Feuerwehr steht!"

Weitere Berichte: https://www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

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