Birgitz: Top-Standard bei der Wasserversorgung

Der neue Hochbehälter setzt neues Maßstäbe – die Fertigstellung ist im Oktober 2017 geplant.
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  • Der neue Hochbehälter setzt neues Maßstäbe – die Fertigstellung ist im Oktober 2017 geplant.
  • Foto: Gemeinde
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Bis Ende Oktober 2017 wird von der Gemeinde Birgitz ein neuer Hochbehälter realisiert. Für die gesamten Ingenieurleistungen wurde die Fa. AEP Planung und Beratung GmbH mit Sitz in Schwaz beauftragt, die Ausführung der Baumeisterarbeiten wurde an die Fa. Fröschl AG & Co KG vergeben. Das Projekt beläuft sich auf rund eine Million Euro und wird anteilsmäßig von Bund, Land und Gemeinde getragen. "Es ist uns gelungen, in das Wirtschaftsprojekt des Landes namens 'Impulspaket Tirol' aufgenommen zu werden", informiert Bgm. Markus Haid. "Hier handelt es sich um eine Initiative des Landes Tirol, um die Wirtschaft anzukurbeln. Dadurch konnte eine weitere, zunächst nicht einkalkulierte Förderung lukriert werden."

Sanierung oder Neubau

Vorangegangen ist eine umfassende Studie, ob es volkswirtschaftlich und technisch/hygienisch zielführender ist, eine Sanierung des bestehenden Hochbehälters oder einen vollständigen Neubau zu errichten. Das Ergebnis war in beiderlei Hinsicht eine Neuerrichtung des „Herzstücks“ der Wasserversorgungsanlage.

Trinkwasserkraftwerk

Im Zuge der Planungsarbeiten wurde parallel von der Gemeinde Birgitz eine Studie für die Errichtung eines Trinkwasserkraftwerks in Auftrag gegeben. Das Ergebnis wies ergab eine wirtschaftlich sinnvolle Amortisationszeit für ein Trinkwasserkraftwerk direkt im neu zu errichtenden Hochbehälter aus. Die Planung des Bauwerks inklusive dem Anlagenbau (Verrohrungen) wurde auf einen späteren Einbau einer Peltonturbine zur Erzeugung des zufließenden Quellwassers ausgelegt. In den nächsten Jahren, nach Vorliegen genauer Quellschüttungsganglinien, soll auch dieses Projekt realisiert werden.

Wasserversorgung
Bei dieser Ansicht klar zu sehen: Hier handelt es sich um einen Brillenbehälter! (Foto: Gemeinde Birgitz)

Technische Details

Der sogenannte Brillenbehälter in Stahlbetonbauweise besteht aus zwei voneinander getrennten Wasserkammern und einer vorgesetzten Schieberkammer, in welcher auch bereits der Platz für das Trinkwasserkraftwerk vorgesehen ist. Der Gesamtnutzinhalt des Hochbehälters beträgt 600 Kubikmeter. Bgm. Haid: "Die bereits vor Jahren in den bestehenden Hochbehälter eingebaute UV-Desinfektionsanlage wird in den neuen Hochbehälter integriert. Die Betonrezeptur der Wasserkammern wurde speziell an die Eigenschaften des zu speichernden Trinkwassers angepasst. Die Betonoberflächen in den Speicherkammern werden mit einem speziellen trinkwassertauglichen Wasserglas vergütet, sodass eine möglichst lange Lebensdauer und eine einwandfrei hygienische Funktionstauglichkeit des gesamten Bauwerks gewährleistet werden kann."

Laufende Überwachung

Durch die installierte EMSR-Technik können sämtliche Vorgänge im Hochbehälter laufend überwacht und gesteuert werden. Dies funktioniert auch per Fernwartung, wodurch schnellstmöglich auf Störfälle reagiert werden kann.
Ebenso wurde auf die fachgerechte Klimatisierung des gesamten Bauwerks Bedacht genommen. Die Schieberkammer ist luftdicht von den Wasserkammern getrennt und wird durch ein Entfeuchtungsgerät ganzjährig auf gleicher Luftfeuchtigkeit gehalten. Der Luftraum der Wasserkammern wird zwangsbelüftet, um die hygienisch und technisch ungünstige Kondenswasserbildung in den Becken größtmöglich zu minimieren.

Begrünung

"Nach Beendigung der Arbeiten wird optisch von dem neuen Hochbehälter nur mehr das Eingangsportal mit Steinsätzen als Flügelmauern ersichtlich sein, das gesamte Bauwerk wird überschüttet und begrünt und stellt daher auch optisch keinen massiven Einschnitt in das Landschaftsbild dar", stellt Bgm. Markus Haid klar.
"Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Gemeinde Birgitz mit der Verwirklichung dieses Bauwerks – nach den Quellsanierungen der letzten Jahre – einen weiteren großen Schritt zur langfristigen Absicherung der Wasserversorgung des Gemeindegebietes auf dem neuesten technischen und hygienischen Standard gesetzt hat."

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