Außergewöhnliche Kunstwerke
Die Kapellen im Grinzner Senderstal

Die Grinzner Jägerschaft kümmert sich seit jeher um die Jagdkapelle im Senderstal.
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  • Die Grinzner Jägerschaft kümmert sich seit jeher um die Jagdkapelle im Senderstal.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Auf dem Weg zur Kemater Alm kommt der Wanderer an zwei Holzkapellen vorbei. Wer sie gebaut hat, weiß man leider nicht mehr. Über das WARUM werden Vermutungen angestellt.
Beide Kapellen werden von den Jungzüchtern des Schafzuchtvereins sowie von der Jägerschaft gepflegt und betreut.

In diesem Tal gibt es sehr viele Bergmähder, sie werden einmal im Hochsommer gemäht. Fast jeder Grinzner Bauer hat so eine Wiese. In unserer motorisierten Zeit bedeutet das kein großes Problem. Früher aber mussten die Feldarbeiter einen bis zu vier Kilometer langen Fußmarsch in Kauf nehmen. Wahrscheinlich wurden die Kapellen zum Verweilen und zum Ausrasten errichtet. Beide Kapellen sind in ihrer Bauart gleich. Zur Gänze aus Holz, nach vorne offen, ziert die Stirnwand ein Gemälde, das durch ein Gitter vor Diebstahl geschützt wird.

Wendelins Kapelle

Die erste Holzkapelle im äußeren Senderstal ist dem heiligen Wendelin geweiht. Er gilt als Schutzpatron der Bauern, der Hirten und Herden und des Viehs, das er vor Krankheiten und Seuchen bewahren soll. Gleichzeitig wird er als Schutzheiliger der Felder und Fluren verehrt. Ein Bittspruch zum Heiligen Wendelin heißt: "St. Wendelin, verlass' uns nie, schirm' unsern Stall, schütz unser Vieh."
Das Kleinod wird schon in den Innsbrucker Nachrichten vom 25. Juni 1904 als "hölzerne Kapelle mit Ruhebänken und Unterstandsgelegenheit" erwähnt, . Darum lädt diese kleine Kapelle zum Verweilen und Besinnen ein! Sie wird von den Grinziger Jungzüchter des Schafvereins instandgehalten und gepflegt.

Jagdkapelle

Auf halben Weg zur Kemater Alm trifft man auf die zweite Kapelle. Sie wird vom Jagdverein Grinzens betreut – und dies nicht ohne Grund. Das Bild an der Stirnwand zeigt den heiligen Hubertus. Seit dem Mittelalter wird die Hubertus-Legende erzählt, die besagt, dass er auf der Jagd von einem prächtigen Hirsch mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih bekehrt wurde. Deshalb wird Hubertus als Schutzpatron der Jagd angesehen. Außerdem ist er Patron der Natur und Umwelt. An der Stirnseite hängt noch ein altes Bild mit dem Herzen Jesu. Almrosen, Enzian und Latschen werden von den Schafzüchtern und Jägern als Blumenschmuck verwendet. Die Ölbilder in den beiden Kapellen wurden vom Axamer Maler Bernhard Falkner geschaffen.
Unzählige Menschen haben ihre Rast bei einer der Kapellen eingelegt, wovon viele Namen zeugen, die in das Holz eingeritzt wurden. Ihre Funktion als Rastplatz haben die beiden Kapellen bis heute nicht verloren. Dass alle, die hier verweilen, für Sauberkeit und das ordnungsgemäße Verlassen des Platzen sorgen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Weitere Berichte: www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

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