Am eigenen Leib
Einsatz bei den Feuerwehr-Flughelfern

Bezirksblatt-Redakteurin Stephanie Kapferer betrat Neuland: Sie war beim Flughelfer-Lehrgang an der LFS Tirol mit dabei und absolvierte u. a. Tau- und Windenflüge.
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Bezirksblatt-Redakteurin Stephanie Kapferer ging in die Luft! Genauer: Sie war bei einem Lehrgang der Flughelfer an der Landes-Feuerwehrschule Telfs nicht nur dabei – sondern im wahrsten Sinn des Wortes mittendrin.

Genauer: Unsere Redakteurin war bei einem Lehrgang der Flughelfer an der Landes-Feuerwehrschule Telfs nicht nur dabei – sondern im wahrsten Sinn des Wortes mittendrin.
Die Flughelfer bilden einen Sonderdienst des Feuerwehrwesens, und es ist alles andere als selbstverständlich, „am eigenen Leib“ die An- und Herausforderungen zu erleben. Dank des Entgegenkommens von Schulleiter Georg Waldhart und des Leiters des Sachgebiets Flugdienst, Jörg Degenhart, wurde dieses Abenteuer Realität.

Lachen vergangen

„Die Vorfreude war groß, aber dann ist mir das Lachen vergangen“, so Stephanie Kapferer, die sich als „Newcomerin“ unter 40 männlichen, ausgebildeten Flughelfern befand (Anmerkung: die Arbeit in diesem Sachgebiet ist bis dato „Männersache“). Dass dieser Job nicht in Straßenkleidung zu bewältigen ist, war klar. Erste Aufgabe: Spezialkleidung samt festem Schuhwerk, Spezialanzug und Helm ausfassen! Stephanie Kapferer: „Dann ging es zur Sache – und ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, ob ich Höhenangst habe. Es blieb aber ohnehin keine Zeit für große Überlegungen. An den einzelnen Stationen gab es die Gelegenheit, sich mit der Materie einigermaßen vertraut zu machen. Im Gespräch mit meinem Flugpartner aus Landeck wurden alle Handgriffe erklärt, die im Ernstfall entscheidende Auswirkungen haben können.“

Einfach abheben

Den Gurt richtig anzulegen, war nicht so einfach, wie es aussieht, bestätigt die „Neo-Flughelferin“: „Ob er richtig sitzt, merkt man leider erst in der Luft – es hat aber letztlich alles gepasst. Dann ging es los: Einhängen, abheben und am Tau durch die Luft zu schweben war einfach überwältigend, wenn man auch einen Gedanken nicht los wird: Es ist ein eigenartiges Gefühl, die ganze Kontrolle abzugeben und auf diese Weise Passagier zu sein.“ Nachsatz: „Man muss darauf hoffen, dass ein Karabiner das gesamte Gewicht aushält …!“

Vier Flüge

Stephanie Kapferer absolvierte insgesamt vier Flüge und kam zu einem Resümee: „Es hört sich alles einfach an und in der Theorie klingen alle Vorgänge einleuchtend – aber im Ernstfall unter Zeitdruck Höchstleistung zu bringen, verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Danke an alle, die mir dieses einmalige Erlebnis ermöglicht haben."

85 Flughelfer

„Die in den Tiroler Bezirken stationierten 85 Flughelfer kommen immer dann zum Einsatz, wenn bei Feuerwehreinsätzen Hubschrauber angefordert werden“, erklärt Flugdienst-Sachgebietsleiter Jörg Degenhart. „Die Flughelfer geben der Hubschrauber-Crew bei Starts und Landungen Hilfestellung. Sie müssen aber auch Tau- und Windenflüge beherrschen. Derart verantwortungsvolle Aufgaben erfordern natürlich eine besonders fundierte Ausbildung. Dafür sorgen wir hier in unserer Landes-Feuerwehrschule."
Wer Flughelfer werden will, muss keine fliegerische Vergangenheit vorweisen. Die Mitgliedschaft bei einer Feuerwehr ist natürlich Voraussetzung, ebenso die Absolvierung eines Gruppenkommandanten-Lehrgangs. Weiters richtet sich die Aufnahme am Bedarf an Flughelfern in den einzelnen Bezirken. Jörg Degenhart: „Wir sind in unserem Sachgebiet bestens aufgestellt – und die Piloten wissen, dass sie sich auf unsere Feuerwehr-Flughelfer in jeder Situation verlassen können!“

Weitere Berichte:

www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

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