Gasse in Sellrain: "Eine Autobahn durch das Dorf"

Hier wird beschleunigt: Fahrtrichtung Sellrain, links ist der "Steinhof", rechts die Abzweigung nach St. Quirin
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  • hochgeladen von Manfred Hassl

Benedikt Motz bewohnt in Sellrain den "Steinhof", in dem auch Sohn Dominik mit seiner Familie sein Domizil hat. Das Haus liegt an der sogenannten "Gasse" – der Verbindungsstraße nach Oberperfuss – genau an der Kreuzung mit der Straße nach St. Quirin quasi am Scheitelpunkt der alten Straße mit der ausgebauten Gasse. Der Anrainer bemängelt nach diesem Ausbau das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und findet dafür eine drastische Bezeichnung: "Durch die Verbreiterung ist das eine Autobahn durch das Dorf ohne Gehsteig für die Fußgänger, die permanenten Gefahren ausgesetzt sind."

Keine Schnellfahrstrecke

Benedikt Motz will nicht falsch verstanden werden: "Dass es aufgrund der Ereignisse im Dorf eine drastische Verkehrszunahme gegeben hat, ist kein Thema. Wenn die Gasse die einzige Straße ist, die man noch befahren kann, sind andere Maßstäbe anzulegen. Auch die Ausbaumaßnahmen waren ganz sicher notwendig. Allerdings müssen die Lebensqualität und die Sicherheit weiterhin gegeben sein." Dass er selbst ein Liebhaber schneller fahrbarer Untersätze ist, will Motz keineswegs verschweigen. "Ich bin beruflich und auch privat viel unterwegs. Schnell fahren kann man dort, wo andere dadurch nicht gefährdet werden. Die Gasse gehört da aber ganz sicher nicht in diese Kategorie!"

Tempomessungen

Benedikt Motz hat auch Kenntnis von anonymen Geschwindigkeitsmessungen der Landesbehörden – von Auswertungen hat man bisher aber nichts gehört. "Ich habe darum selbst anhand von Stoppungen das Tempo von Verkehrsteilnehmern festgestellt – einige waren hier nahe der 100 km/h-Marke unterwegs!"

Viele Kleinkinder

In den Häusern, die teilweise unmittelbar an der Straße stehen, wohnen viele Familien mit Kleinkindern. Auch dort ist die Sorge groß, weiß Benedikt Motz und stellt zwei Fragen in den Raum: "Wer übernimmt die Verantwortung, wenn etwas passiert? Werden es vielleicht jene Personen sein, die auf der richtigen Autobahn die Geschwindigkeit immer weiter reduzieren, auf einer Straße durch das Dorf aber keine Limits setzen wollen?"

Eigenverantwortung

In erster Linie appelliert Benedikt Motz an die Eigenverantwortung: "Es muss doch jeder und jedem Autofahrer/in klar sein, dass der Gasfuß in diesem Bereich nicht angebracht ist. Angesprochen sind aber auch die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer. Wer einmal gesehen hat, wie viele Radfahrer mit welchem Tempo talwärts unterwegs sind, weiß, wovon die Rede ist! " Gleichzeitig macht er aber auch deutlich, nicht vor Maßnahmen zurückzuschrecken: "Sollte es nicht anders gehen, werde ich die Gemeinde und die Behörden zwingen, etwas zu tun. Ich scheue auch nicht davor zurück, rechtliche Schritte einzuleiten!"
Dass Motz für den Ausbau der "Gasse" auch Grund abtreten musste, laut eigenen Aussagen bisher aber kein Geld bekommen hat, trägt zwar zum Ärger bei, ist allerdings nicht ausschlaggebend für seine Beschwerden: "Ich habe als Einwohner und als Steuerzahler seit dem Ausbau nur Zores – aber in erster Linie geht es mir um die Sicherheit. Ich weiß, dass viele andere Anrainer entlang unserer Straße auch so denken. Hier muss etwas geschehen, und dafür werde ich mich einsetzen."

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