GH Weiss als Beispiel für Region

Bauträger Heinz Spirk (li.) mit Lebensgefährtin Julia Pucher und Bgm. Nagl.
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  • Bauträger Heinz Spirk (li.) mit Lebensgefährtin Julia Pucher und Bgm. Nagl.
  • Foto: Forum Land
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(mh). Mitten in Axams stand und steht ein Traditionshaus. Der Gasthof Weiss gehörte seit Generationen zum Ortsbild – und erstrahlt heute in neuem Glanz. Als multifunktionales Gebäude mit zwei Tiefgaragen, vier Geschäfts- und zwölf Wohneinheiten. Möglich gemacht hat dies Investor Baumeister Heinz Spirk von der BauArt Immobilien GmbH. Auf 1304 Quadratmeter Grundfläche stehen jetzt 3.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Viele kritische Stimmen, die die Idee am Anfang begleitet haben, sind mittlerweile verstummt. Sehr zur Freude des Axamer Bürgermeisters Rudolf Nagl, der im fertigen Projekt ein Vorbild für viele Tiroler Gemeinden sieht.

Abgestimmte Bauphasen
Zwölf Wohneinheiten, vier Geschäftslokale, zwei Tiefgaragen mit 39 Stellplätzen – das ist aus dem ehemaligen Gh. Weiss mitten in Axams entstanden. „Wir haben im Frühjahr 2011 mit der Sanierung begonnen und knapp 15 Monate später waren wir fertig. Die größten Schwierigkeiten waren die Sicherheit der Bevölkerung und die Bedingung des Mieters eines Geschäftslokals, keinen Tag geschlossen zu haben. Wir mussten in mehreren genau abgestimmten Bauphasen planen“, berichtet Investor Heinz Spirk. Er hat sich neben einer Bank und einem Nahversorger selbst mit seiner Firma im Gebäude angesiedelt. „Dadurch war es uns auch möglich, die Wohneinheiten vom Gastlokal zu trennen. Durch schallgedämmte Fenster und eine eigene Komfortlüftung sind die Wohnungen, in denen zum Großteil Axamer wohnen, zusätzlich geschützt. Denn uns war wichtig, das alte Gastlokal zu erhalten“, sagt Spirk. Durch das gesamte Gebäude sind alte Bauteile erkennbar. „Und das, obwohl das Haus selbst nicht denkmalgeschützt ist. Wir wollten aber den Charakter erhalten und keinen Fremdkörper errichten“, meint Baumeister Heinz Spirk. So gibt es im Nahversorger und im Gastlokal alte Gewölbedecken. Alte Holzdecken wurden ebenso erhalten, wie die holzgetäfelte alte Gaststube. Trotzdem wird immer wieder ein Brückenschlag zur Moderne geschafft, der nicht störend wirkt. Spirk dankt der Gemeinde für das Vertrauen: „Ohne das gute Verhältnis, hätten wir uns das nicht getraut. Es geht schließlich um eine Umsatzsumme von rund 5 Mio. Euro.“

Freude bei der Gemeinde

„Wir hatten Glück und einen investitionsfreudigen Bauträger, der schon mehrere Projekte in Axams umgesetzt hat“, gibt LAb Bgm. Nagl das Kompliment zurück. Für ihn ist ganz klar, dass die Gemeinde mit einem solchen Bau absolut überfordert gewesen wäre. „Viele wollten, dass wir das Objekt kaufen und ein Gebäude für die Gemeinde errichten. Mit Investor Heinz Spirk ist uns aber die beste Lösung gelungen. Wir haben Bedingungen gesetzt, die alle erfüllt wurden. Es war uns wichtig, dass das Gasthaus erhalten bleibt, auch Geschäftslokale Platz finden und wir ein Wohnungsangebot mitten im Ortskern schaffen.“, so Nagl. So wurde ein multifunktionales Projekt umgesetzt.
„Insgesamt ist dies ein Projekt mit Vorbildwirkung“, sagt Bürgermeister Rudolf Nagl. Für Gemeinden sind bald Grenzen erreicht. In Richtung Land will er auch im Landtag weitere Initiativen setzen. „Die Dorferneuerung ist ein wenig eingeschlafen. Dabei bin ich überzeugt, dass die Nutzung der bestehenden Substanzen zur Zukunftsfrage wird. Alles, das bereits gebaut wurde und das man besser nutzen kann, trägt zu einem echten leistbaren Wohnen bei. Wir müssen uns in der Raumordnung, in der Wohnbauförderung und in der Altbausanierung Schritte überlegen, hier die Innenentwicklung zu fördern. Das ist auch aus Sicht der Verkehrs- und der Energieraumordnung wichtig“, fordert LAbg. Bgm. Rudolf Nagl.

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