Regionales Großprojekt
Neues Radwegenetz verbindet unsere Gemeinden

Die Planungen für das regionale Radwegenetz sind fertig – im nächsten Jahr soll mit der Realisierung begonnen werden.
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Im Jahr 2018 hat der Planungsverband Westliches Mittelgebirge mit den Gemeinden Grinzens, Axams, Birgitz, Götzens, Mutters und Natters in einem einjährigen Planungsprozess das Mobilitätskonzept westliches Mittelgebirge ausgearbeitet und im Jahr 2019 fertiggestellt.

Da es in den Gemeinden des Planungsverbandes keine attraktiven und durchgängigen Fahrradrouten gibt, war ein Kernelement dieser Arbeiten die Erstellung eines Radwegenetztes. Dieses soll sowohl den Alltagsradverkehr als auch den Freizeitradverkehr bedienen. Ziel des Prozesses und der Arbeiten war es, schnell und sichere Routen zwischen den Gemeinden sowie nach Innsbruck zu schaffen.

Das erstellte Radwegenetz

... von Grinzens bis nach Natters mit der Anbindung an Innsbruck gliedert sich in Routen für den Alltagsradverkehr und Routen für den Freizeitradverkehr. „Wir haben uns im Planungsverband dazu entschlossen, im ersten Schritt das Radwegenetz für den Alltagsradverkehr umzusetzen“, informiert Planungsverbands-Obmann Bgm. Christian Abenthung. „Laut den Erhebungen liegt der Anteil an Auspendlern bei durchschnittlich 81 % im PV-Gebiet. Der überwiegende Teil fährt nach Innsbruck. Derzeit werden in unseren Gemeinden ca. 3 % der täglichen Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Im Tiroler Durchschnitt sind es 11 %, in Innsbruck 22 %. Das Potential für mehr Radverkehr ist vorhanden – auch für Fahrten zum Arbeitsplatz“. Abenthung verweist hier insbesondere auf die immer beliebteren E-Bikes, die das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiv machen. „Uns ist bewusst, dass die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz nicht immer möglich ist, so der Grinzener Bürgermeister Toni Bucher. „Ein attraktives Radwegenetz innerhalb der Region kann aber auch für Fahrten innerhalb unserer Region gut genutzt werden.“

Gemeinden verbinden

Das erarbeitete Routennetz liegt südlich der L12 sowie nördlich der L 304 und verbindet alle Gemeinden des Planungsverbandes. Die Routenführung verbindet die Gemeinden Grinzens, Axams, Birgitz, Götzens (Neu-Götzens), und Natters und sieht eine Anbindung an den Radweg Innsbruck ab Mutters vor.
„Die Planungen sollen in drei Phasen umgesetzt werden“, weiß der Götzener Bgm. Josef Singer. „Wir haben vereinbart, dass der erste Streckenabschnitt von Götzens nach Neu-Götzens umgesetzt wird. Dieses Radwegenetz wird ein Leuchtturmprojekt für unsere Region und ist ein klares Statement hinsichtlich gemeinsamer umsetzbarer Lösungen zur Verminderung des Verkehrs! Die Arbeiten sollen 2021 beginnen.“

Zusammenhalt

Im zweiten Schritt soll die Anbindung von Neu-Götzens nach Natters erfolgen. Der Natterer Bgm.  Karl-Heinz Prinz begrüßt und unterstützt dieses Projekt wie seine Kollegen zu 100 %. „Die Anbindung von Natters und Mutters nach Innsbruck ist bereits auf Schiene. Nun wird diese Anbindung noch wesentlich attraktiver.“ Sein Mutterer Amtskollege  Hansjörg Peer ergänzt: „Der Radweg Mutters – Natters bis nach Innsbruck ist fertig geplant und steht vor der Umsetzung. Die Kosten hierfür bewegen sich bei ca. 600.000 Euro brutto. Der Planungsverband hat nun beschlossen, das gesamte Radwegnetz zu finanzieren. Das ist ein starkes Zeichen des Zusammenhaltes und der Solidarität innerhalb unserer Gemeinden.“

Tolles Angebot

Zur Frage, wie die Strecken des neuen Radwegenetzes errichtet werden, nimmt der Birgitzer Bgm. Markus Haid Stellung: „Einerseits wird die bestehende Radverkehrsinfrastruktur genutzt. Ein Teil des Radwegenetzes wird im Mischverkehr geführt, jedoch vorwiegend abseits der stark befahrenen Landesstraßen. Überall dort, wo es die Platzverhältnisse und die Topografie zulassen, wird eine eigene Infrastruktur für den Radwegverkehr vorgesehen. Konkret werden hier Radwege sowie Geh- und Radwege errichtet. Diese selbständig geführte Radwege werden insbesondere im Freilandbereich errichtet.“ Für Markus Haid ist klar: „Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein zur Verkehrslösung in unserer Region und ein tolles Angebot für unsere Bevölkerung“.

Finanzierung

Das gesamte Projekt soll in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 3 Mio Euro. „Die Errichtung des Radwegenetzes ist mit Abstand das größte Projekt, das der Planungsverband Westliches Mittelgebirge je in Angriff genommen hat, so PV-Obmann Christian Abenthung. „Das Land Tirol fördert dieses Projekt mit 70 %, wofür wir uns ausdrücklich bei LH-Stv. Josef Geisler bedanken. Die restlichen 30 % werden die Gemeinden übernehmen, wobei die Aufteilung nicht nach den Kosten der einzelnen Streckenabschnitten erfolgen soll, sondern solidarisch nach dem Bevölkerungsschlüssel.“ Es gibt aktuell ein weiteres Projekt des Planungsverbandes, durch das eventuell weitere Förderungen lukriert werden können. „Auch wenn die Kosten beachtlich sind – alle Mitglieder des Planungsverbandes Westliches Mittelgebirge sind sich einig: In dieses Projekt ist jeder Cent gut angelegt“, so der Axamer Bürgermeister.

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