„Wer nicht düngt, wird wenig ernten“

Bei der Ausbringung von Mist und Gülle gibt es vieles zu beachten – mit Fachwissen lässt sich die Bodenversorgung verbessern!
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  • Foto: Maschinenring
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Hinter der Ausbringung von Gülle und Festmist steckt die Versorgung von Grünland- und Ackerbeständen mit notwendigen Nährstoffen. Nicht nur um die Ausnutzung von Inhaltsstoffen zu optimieren, auch in rechtlicher Hinsicht haben Landwirte einiges zu beachten. Beim Wirtschaftsdüngertag von Maschinenring und Landwirtschaftskammer in Kematen lieferten Experten Informationen aus Theorie und Praxis.

Richtlinien und Vorgaben

Die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern wie Gülle und Festmist beschäftigt Bauern nicht nur bei der Bewirtschaftung ihrer Höfe, das Thema wird immer öfter auch öffentlichkeitswirksam diskutiert. Für die Düngung von Feldern und Äckern bestehen Richtlinien und rechtliche Vorgaben. „Neben Verbotszeiten sind auch besondere Bodenverhältnisse, die Nähe zu Wasserläufen oder auch spezielle Vorgaben zum Lagerraum zu beachten“, erklärt Ing. Reinhard Egger von der Landwirtschaftskammer Tirol.
Auch in Bezug auf die Ausnutzung von Nährstoffen können anhand einiger Faktoren nachhaltig Verbesserungen erreicht werden. Neben der geeigneten Technik und einer fachgerechten Bedienung spielen auch die Witterung, der Bodenzustand sowie der Bewuchs eine maßgebliche Rolle.

Bodennahe Ausbringung

DI Alfred Pöllinger, Experte für Grünlandtechnik und Wirtschaftsdüngermanagement an der HBLFA Gumpenstein, erklärte die Unterschiede der verschiedenen Ausbringungstechniken: „Ideal ist eine möglichst bodennahe, großtropfige Ausbringung, wodurch die Emissionen und Stickstoffverluste merklich reduziert werden können. Natürlich gelten jedoch gerade im Berggebiet besondere Bedingungen, wo Gülle ohne Hochdruckverteiler oftmals nicht ausgebracht werden könnte.“ Geeignete und leistungsstarke Technik ist kostspielig und belastet einzelne Betriebe in hohem Maße. Eine gemeinschaftliche Maschinennutzung ist hierbei oftmals die einzige Möglichkeit, Technik auszulasten und die Kosten für einen einzelnen Betrieb zu senken. „Bei der Maschinengemeinschaft Oberallgäu sind 22 Güllefässer in 16 regionalen Gruppen zusammengefasst. Über 280.000 m3 Gülle werden dabei pro Jahr ausgebracht. Die teilnehmenden Landwirte profitieren von geringeren Maschinenkosten durch die Abrechnung nach ausgebrachter Menge und haben durch eine attraktive Finanzierungsform kaum ein betriebliches Risiko bei der Anschaffung“, erklärte Hans-Peter Uhlemayr, Vorstand der Maschinengemeinschaft Oberallgäu.

Neue Erkenntnisse

„Um die Nutzung von Wirtschaftsdüngern weiter zu optimieren, zählt vor allem das Fachwissen der Landwirte. Beim Wirtschaftsdüngertag in Kematen nutzten rund 50 Teilnehmer die Gelegenheit, sich mit Fachexperten auszutauschen und neue Erkenntnisse auf die eigenen Betriebe mitzunehmen“, freut sich Martin Zürcher, Obmann Maschinenring Innsbruck-Land, über eine erfolgreiche Bildungsveranstaltung.

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