Mutters
Ärger um grüne Initiative im Gewerbepark

"Der Gewerbepark Mutters wird in Kürze an die Gasleitung angeschlossen", informiert Bgm. Hansjörg Peer.
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  • "Der Gewerbepark Mutters wird in Kürze an die Gasleitung angeschlossen", informiert Bgm. Hansjörg Peer.
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Eine Aussendung einer Gruppe in Mutters, die eine weitere Aktion „Friday for Futures“ organisierte, sorgt bei Bürgermeister Hansjörg Peer für massiven Ärger!

Der Originaltext lautet wie folgt: „Neben zahlreichen österreichischen Gemeinden beteiligte sich auch Mutters vor kurzem an der Ortsschildaktion von Fridays for Future. Nachdem der Gemeinderat im Sommer mehrheitlich für einen klimaneutralen Gewerbepark abgestimmt hat, gestalteten die Akteure von Fridays for Future ein Plakat zu diesem Thema. Statt dem Anschluss an Erdgas, sollen Photovoltaik und Hackschnitzel-Anlagen den Gewerbepark Mutters zukunftsfähig machen. So der Wunsch der Klimaschützer.“

"Friday for Future"-Aktion in Mutters – die Botschaft sorgt allerdings für Ärger beim Bürgermeister.
  • "Friday for Future"-Aktion in Mutters – die Botschaft sorgt allerdings für Ärger beim Bürgermeister.
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Klarstellung

Derartige Aktivitäten betreffend der „Freitagsaktion“ sind nicht neu. Im vorliegenden Fall zeigt sich Bürgermeister Hansjörg Peer allerdings ob des „politischen Querschusses“ empört: „Die Gemeinde steht in ihrer Gesamtheit keineswegs hinter dieser Aktion, lediglich eine kleine Gruppe von Personen bekennt sich zu dieser Art von Protest.“
Dass hier „auf Umwegen aus der grünen Ecke“ der Gewerbepark ins Spiel gebracht und noch dazu mit irreführenden und teils unwahren Aussagen argumentiert wird, sei so nicht akzeptabel.

Gewerbepark

„Grün denken ist das eine – danach zu handeln das andere“, so der Bürgermeister. "Das wird in Mutters groß geschrieben, seit WIR MUTTERER etwas zu sagen haben. In Sachen Klima kam in den letzten 17 Jahren fast alles von unserer Fraktion – und dazu ist es umso wichtiger, die Erfordernisse zu erkennen.“
Die Firma Niederwieser wollte laut Bgm. Peer aufgrund einer notwendigen Erweiterung den Gewerbepark Mutters in Richtung Westen verlassen. Die Beweggründe waren unter anderem, dass die Versorgung mit Gas der TIGAS nicht möglich ist. Das Unternehmen ist in Sachen Klima ein Vorzeigebetrieb (Fotovoltaik, Wärmerückgewinnung, Aufbereitung von hochwertigen Bioabfallsubstrat etc).

Gastank

Seit der Eröffnung vor fünf Jahren steht ein riesiger Gastank am Areal, um die Ressourcen für alle Kochstellen und andere Notwendigkeiten zu bieten. Bgm. Peer: „Ich habe mich mit voller Energie eingesetzt, damit der Betrieb gehalten werden kann und zu den bestehenden 75 Mitarbeiter noch einmal 30 dazu kommen. Ich wurde beim Geschäftsführer der TIGAS zwecks Verlegung einer Leitung ins Gewerbegebiet vorstellig. Durch meine Hartnäckigkeit konnte ich diese auch erwirken und damit die Fa. Niederwieser am Standort halten.“ Die Notwendigkeit eines Gasanschlusses sei für Niederwieser alternativlos, so Peer. Ca. 75.000 Mahlzeiten werden pro Woche auf gasbetriebenen Geräten produziert.

Erklärung

"Wenn die Grünen also trotz aller Erklärungsversuche, die bisher nicht gefruchtet haben, ein Biomassewerk für Gärberbach verlangen, dann haben sie die Sache leider nicht zu Ende gedacht", ärgert sich der Ortschef. "Wir haben im Gewerbepark weder Platz für eine derartige Anlage noch jemanden, der sie wirtschaftlich betreiben könnte. Fakt ist: Der Gasanschluss wird bereits in Kürze hergestellt – die TIGAS hat von Mutters bergmännisch eine Leitung ins Gewerbegebiet gebohrt. Weiters ist fix, dass die Firma Niederwieser anschließen wird, alle Betriebe im Gewerbegebiet eigenständige Lösungen haben und dabei bestens versorgt sind."

Gemeinderatsantrag

Den erwähnten Gemeinderatsantrag der Grünen vom 21. Juli 2020 zitiert der Bürgermeister wie folgt: „Es wird beantragt, dass sich der Gemeinderat eine klimaneutrale Versorgung des Gewerbegebietes Gärberbach mit Raum- und Prozesswärme zum Ziel setzt und entsprechende Maßnahmen nach Möglichkeit unterstützt oder iniitiert.“
Kurzkommentar von Hansjörg Peer: „Eine noch schwammigere Formulierung, die keinerlei Aussage beinhaltet, habe ich bis dato noch nicht gesehen.“

"Der Gewerbepark Mutters wird in Kürze an die Gasleitung angeschlossen", informiert Bgm. Hansjörg Peer.
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