Ergebnisse der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2016 in Innsbruck Land

Die Gemeinderatswahlen finden am 28.02. in 8 Bezirken in Tirol statt.
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Die Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk haben die Möglichkeit bei den Wahlen ihre Stimme abzugeben. Am Wahltag bekommen Sie hier alle Informationen darüber, wie die verschiedenen Gemeinden Tirols gewählt haben.

Hier geht's zur Berichterstattung in den Bezirken

Bürgermeisterwechsel in Unterperfuss!

Das erste Ergebnis liegt bereits vor – und es gibt einiges darüber zu sagen: In der kleinen Gemeinde Unterperfuss gibt es mit Georg Hörtnagl (WIR Unterperfer) einen neuen Bürgermeister! Er entschied das Duell mit dem bisherigen Amtsinhaber Martin Norz (Dorfliste) mit 74 (56,06 %) zu 58 Stimmen (43,94 %) für sich, nachdem er vor sechs Jahren noch knapp unterlegen war.
"Das freut mich natürlich sehr", so der neue Bürgermeister, der aber auch einräumt, eine "bittere Pille" schlucken zu müssen. Er ist im neuen Dorfparlament nämlich der einzige Vertreter seiner Liste! Hier ist die Dorfliste der Gewinner (5 Mandate), gefolgt von der ÖVP-Liste des ehemlaigen Bürgermeisters Hartl Widauer (4 Mandate). Die neue Liste "Unterperfuss Aktiv" von Walter Ostermann ergatterte auch ein Mandat.
"Bei einem Mandat kann man nicht von Machtausübung sprechen", so Georg Hörtnagl. "Zusammenarbeit mit allen Listen stand aber in meinem Wahlprogramm ohnehin ganz oben. In unserer kleinen Gemeinde müssen wir wieder zu einer Einheit finden – ich biete dies allen Mitgliedern des Gemeinderates an!
Der "entthronte" Bürgermeister hat sich noch nicht entschieden, ob er weitermachen will. Martin Norz: "Das werde ich jetzt mit meinen Listenmitgliedern ausführlich besprechen. Ich gratuliere Georg Hörtnagl jedenfalls zur Wahl – dieses Votum war eindeutig!"

Ergebnis:

ÖVP-Liste Unterperfuss:
44 Stimmen / 32,84 % / 4 Mandate

Dorfliste:
53 Stimmen / 39,55 % / 5 Mandate

WIR Unterperfer:
20 Stimmen /14,93 % / 1 Mandat

Unterperfuss Aktiv:
17 Stimmen / 12,69 % / 1 Mandat

Bürgermeisterwahl:
Martin Norz: 58 Stimmen / 43,94 %
Georg Hörtnagl: 74 Stimmen / 56,06 %

Eine Rundfahrt durch die Wahllokale

Während das erste Ergebnis aus Unterperfuss schon vorliegt, haben die Wahllokale in den größeren Orten noch gar nicht geschlossen.
Die Rundfahrt durch die Dörfer zeigt großteils entspannte Stilmmung und – logisch – beste Laune bei den jeweiligen SpitzenkandidatInnen. Dass es bei mancher/manchem Wahlwerber/in innerlich aber doch brodelt, darf angenommen werden.
In Axams waren am Vormittag bereits alle VertreterInnen der wahlwerbenden Listen anwesend. Die gemeinsame Entspannungspause in einem "stillen Kammerl" gab es allerdings nur für den Fotografen.
Auch in Grinzens und in Birgitz hatten die Kandidaten (die allesamt auch für die Wahl zum Bürgermeister antreten), keine Probleme mit dem gemeinsamen Bild.
Ein besonderes Fotomotiv gibt es immer in Götzens. Nein - damit ist nicht der überdimensionale "Wahlkampfstuhl" vor der Kirche gemeint, der gestern bereits wieder (geplant) entfernt wurde. Viele WählerInnen kommen durch die enge Gasse entlang der Friedhofsmauer, an deren Ende ein heruntergelassener Schranken ist. Entwarnung: WählerInnen haben freie Bahn, der gesamt Platz ist allerdings Feuerwehrzone und eine "Verkehrsfreigabe" würde hier wohl für ein Chaos sorgen.
In Natters herrschen im Sitzungssaal des Gemeinderates die engsten Platzverhältnisse – nirgendwo anders kommt der Wähler den Kandidaten so nahe.
In Mutters muss man richtig abbiegen: Rechts geht es in die Schule und zur Wahlurne – links gelangt man in den Bürgersaal, so die "Suppentopf"-Aktion bereits für herrliche Duftnoten sorgt. Die Marschrichtung sollte klar sein: Zuerst nach rechts zur Wahl und dann erst zum Topf!
Im Sellraintal, in Oberperfuss und in Ranggen schritten die KandidatInnen optimistisch zur Urne. Leichte Anspannung gab es natürlich in Oberperfuss und in Sellrain, entspannt durften hingegen die Bürgermeister in Gries und in St. Sigmund zur Wahl schreiten. Sie haben ebenso keinen Gegenkandidaten wie der Bürgermeister in Kematen. in der großen Marktgemeinde Völs werden wir etwas länger warten müssen, bis die Ergebnisse feststehen.

St. Sigmund: Zwei Mandate für die neue Liste

In St. Sigmund in Sellrain stand der Bürgermeister mit Anton Schiffmann, der noch gegen Ende der Vorperiode das Amt übernommen hat, schon fest. Die Frage lautete daher: Wie viele Mandate wird die neue Liste "WIR St. Sigmunder" mit Thomas Spiegl an der Spitze erhalten. Die Antwort: Bgm. Anton Schiffmann hält künftig sieben Mandate, die neue Liste hat zwei Sitze und sorgt damit dafür, dass die bisherige "Eine-Liste-Landschaft" der Vergangenheit angehört.

Ergebnis:

Gemeinsam ÖVP St. Sigmund-Praxmar:
99 Stimmen / 77,95 % / 7 Mandate

WIR St. Sigmunder:
28 Stimmen / 22,05 % / 2 Mandate

Bürgermeisterwahl: Anton Schiffmann

Überraschung in Gries: Vier Mandate für die neue Liste!

Auch in Gries im Sellrain gab es bis dato nur eine Liste – damit ist es jetzt vorbei. Die neue Liste "Gemeinsam für Gries" von Johann Haselwanter holte beim erstmaligen Antreten 41,18 % der Wählerstimmen und werden im künftigen Gemeindeparlament vier Sitze einnehmen. Der amtierende Bürgermeister Martin Haselwanter kam auf 58,82 % und wird künftig mit sieben Mandataren vertreten sein.
"Das ist für uns ein gutes Ergebnis", hält Martin Haselwanter fest, der allerdings auch ein Detail nicht verschweigen will: "Das vierte Mandat schmerzt etwas – dadurch sind nämlich im Gemeinevorstand je zwei Mitglieder der beiden Listen vertreten. Das hätte ich natürlich gerne etwas anders gesehen, aber so haben die Wähler entschieden und ich bedanke mich bei allen, die uns ihre Stimme gegeben haben."
Nicht nur ein bisschen, sondern "restlos zufrieden" ist Johann Haselwanter: "Ich bedanke mich dafür, dass die Bevölkerung mitgedacht hat und wir dieses großartige Ergebnis erreicht haben." Das Ergebnis interpretiert er naturgemäß etwas anders: "Vier Stimmen haben auf das fünfte Mandat gefehlt und insgesamt liegen wir nur 69 Stimmen hinter der Dorfliste. Gemessen an dem geringen Aufwand, den wir im Wahlkampf betrieben haben, ist das sensationell."
Der Wille zur Zusammenarbeit ist bei beiden Spitzenkandidaten hörbar.

Ergebnis:
Dorfliste Gries im Sellrain:
230 Stimmen / 58,82 % / 7 Mandate

Gemeinsam für Gries im Sellrain:
161 Stimmen / 41,18 % / 4 Mandate

Bürgermeisterwahl: Martin Haselwanter

Georg Dornauer jun.: "Wir sind Bürgermeister"

So steht es auf der Homepage des neuen Sellrainer Bürgermeisters und Nachfolgers von Norbert Jordan geschrieben. Die Jubelmeldung in Zahlen: Dornauer kam auf 54,423 % der Stimmen, sein Konkurrent Benedikt Singer (Nachfolger von Norbert Jordan als Listenvorsitzender) verbuchte 45,48 %!
"Es ist alles voll aufgegangen – ich nehme dieses Ergebnis mit Demut und werde alles daransetzen, für die Gemeinde Sellrain zu arbeiten. Ein herzlicher Dank an alle WählerInnen, die mir uns meiner Liste mit einem so großen Vertrauensvorschuss ausgestattet haben", so das erste Statement von Georg Dornauer jun.
Auch das Ergebnis der Gemeinderatswahl darf Dornauer durchaus mit Freude registrieren. Die "WIR Sellrainer" haben hier zwar mit fünf Mandaten eines weniger als die Konkurrenz von "Gemeinsam für Sellrain". Allerdings spielt hier die "Gemeinschaftsliste" mit Harald Willam an der Spitze und mit "SPÖ-Altmeister" Georg Dornauer sen. mit zwei Mandaten das Zünglein an der Waage. Sowohl diese Liste als auch die "WIR Sellrainer" haben "rote Wurzeln" – es handelt sich also um einen Umbruch auf ganzer Linie.
Auch die SPÖ-Landesparteileitung hält mit ihrer Freude nicht hinterm Berg: „Georg ist trotz seiner jungen Jahre bereits mit viel Erfahrung und einem besonderen politischen Geschick beschlagen. Bei ihm ist Sellrain nicht nur in guten, sondern in den besten Händen," gratulierte Landesparteivorsitzender Ingo Mayr dem neuen Bürgermeister.
Bei Benedikt Singer ist die Freude naturgemäß etwas getrübt: "Ich gratuliere Georg Dornauer herzlich zur Bürgermeisterwahl und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit", zeigt sich Singer fair. "Ein Danke geht an alle WählerInnen und ganz besonders an mein starkes Team. Jedes einzelne Mitglied hat sich mit Herzblut eingesetzt, um das schwere Erbe des große Vorgängers antreten zu können. Wir werden versuchen, alles zu einer guten politischen Arbeit in Sellrain beitragen zu können!"

Ergebnis:
Gemeinsam für Sellrain
467 Stimmen / 49,47 % / 6 Mandate

Gemeinschaftsliste

141 Stimmen / 14,94 % / 2 Mandate

WIR Sellrainer

336 Stimmen / 35,59 % / 5 Mandate

Bürgermeisterwahl:

Benedikt Singer: 443 Stimmen / 45,48 %
Dr. Georg Dornauer jun.: 531 Stimmen / 54,52 %

Leichte Veränderungen in Ranggen

Bürgermeister Manfred Spiegl setzte sich bei der Bürgermeisterwahl gegen seinen FPÖ-Konkurrenten Wolfgang Zillich mit 84,94 % der Stimmen wie erwartet klar durch. Das ist ein Grund zur Freude. Weniger Freude bietet für den alten und neuen Bürgermeister der Blick auf das Ergebnis der Gemeinderatswahl: Der Amtsinhaber verliert ein Mandat – 37,70 % der Stimmen bedeuten nur noch vier statt wie bisher fünf Sitze im Gemeinderat. Die Liste "Gemeinsam für Ranggen" mit Vizebgm. Markus Baumann legt hingegen stimmenmäßig auf 48,06 % zu und hält jetzt bei sechs Mandaten. Und auch der erwähnte Wolfgang Zillich ist im Gemeinderat mit dabei: Die FPÖ schafft mit einem Mandat erstmals den Einzug ins Ortsparlament.

Ergebnis:

Gemeinsam für Ranggen
334 Stimmen / 48,06 % / 6 Mandate

Bürgermeisterteam mit Manfred Spiegl
262 Stimmen / 37,70 % / 4 Mandate

FPÖ Ranggen
99 Stimmen / 14,24 % / 1 Mandat

Bürgermeisterwahl:
Manfred Spiegl: 547 Stimmen / 84,94 %
Wolfgang Zillich: 97 Stimmen / 15,06 %

Knappes Ergebnis in Grinzens – Bucher bleibt aber Bürgermeister

Der amtierende Bürgermeister Anton Bucher setzte sich in Grinzens in zweifacher Hinsicht durch: Er verteidigte mit sieben Mandaten die Mehrheit im Gemeinderat – und die Bürgermeisterwahl brachte mit 62,83 % der Stimmen eine klare Entscheidung zu seinen Gunsten. "Ich bin mit diesem Ergebnis natürlich sehr zufrieden", so der Bürgermeister, der aber auch noch einen Wunsch anbringen möchte: "Ich hoffe, dass sich der Umgangston im Gemeinderat jetzt bessert und wieder eine bessere Zusammenarbeit möglich ist!"
In diese Kerbe schlägt auch "Mei Grinzens"-Spitzenkandidat Ralf Wiestner: "Für unsere neue Liste ist das ein sensationelles Ergebnis, für das ich mich herzlich bedanken möchte. Ganz besonderer Dank gilt auch meinem tollen Team, das sich so für diesen Erfolg eingesetzt hat. Eine gute Zusammenarbeit ist natürlich auch in unserem Sinn – und wenn sich die Bürgermeisterliste angesichts dieses Ergebnisses dazu durchringen könnte, den Vizebürgermeister an unsere Liste zu vergeben, wäre dies ein deutliches Signal dafür!"
Auch das Ergebnis der Bürgermeisterwahl erfüllt Wiestner mit Stolz – der "Amtsbonus" habe hier aber sicher eine Rolle gespielt. "Ich gratuliere Anton Bucher zur Bürgermeisterwahl", so Ralf Wiestner, "wir werden versuchen, unseren Teil zur guten politischen Arbeit beizutragen!"

Ergebnis:

Bürgermeisterliste für Grinzens
504 Stimmen / 56,76 % / 7 Mandate

Mei Grinzens
384 Stimmen / 43,24 % / 6 Mandate

Bürgermeisterwahl
:
Anton Bucher 568 Stimmen / 62,83 %
Ralf Wiestner 336 Stimmen / 37,17 %

Mutters: "WIR Mutterer" räumen ab!

Das Ergebnis spricht für sich: Der alte und neue Bürgermeister Hansjörg Peer hat sowohl mit seiner Liste "WIR Mutterer" als auch beim Bürgermeistervotum voll abgeräumt. Das erste Statement ist dementsprechend: "Ich bin überwältigt von diesem Ergebnis," so Bürgermeister Hansjörg Peer. Die Zahlen geben dazu auch Anlass: Mit neun von 15 Mandaten konnten die WIR Mutterer kräftig zulegen – und in der Bürgermeisterwahl setzte sich der Amtsinhaber gegen Herausforderer Dr. Klaus Hilber mit 76,49 % der Stimmen ebenso klar durch.
"Wir haben unsere sachliche Linie nie verlassen, und das wurde von der Bevölkerung auch honoriert", so Peer. "Danke an alle für dieses wunderbare Ergebnis – ich kann versprechen, die Zusammenarbeit im Gemeinderat zu suchen und weiterhin mit voller Kraft für Mutters einzutreten!"
Keine Frage: Das gute Ergebnis für die WIR Mutterer geht zu Lasten anderer – so schaffte z.B. die Dorfliste den Einzug in den Gemeinderat nicht mehr. Die Liste "Mutters Aktiv" mit Maria Steixner an der Spitze wird drei Mandatare stellen. Von den restlichen Mandaten entfallen zwei auf die neue Liste "MuttersPLUS" von Dr. Klaus Hilber und auf die Grünen, die Spitzenkandidat Johannes Fritz in das Ortsparlament entsenden können.
Dr. Klaus Hilber zeigte sich letztlich doch zufrieden: "Wir sind bei null gestartet und haben zwei Mandate geholt – das ist ein Erfolg und ein Etappensieg, auf den man aufbauen kann. Bei der Bürgermeisterwahl ist natürlich eines zu sagen: Niemand tritt an, um Zweiter zu werden – ich gratuliere aber Hansjörg Peer zum Erfolg und biete die Zusammenarbeit an!"

Ergebnis:
WIR Mutterer
686 Stimmen / 51,08 % / 9 Mandate

Mutters Aktiv
258 Stimmen / 19,21 % / 2 Mandate

Dorfliste "Gemeinsam für Mutters"
71 Stimmen / 5,29 % / 0 Mandate

Die Grünen Mutters
135 Stimmen / 10,05 % / 1 Mandat

MuttersPLUS
193 Stimmen / 14,37 % / 2 Mandate

Bürgermeisterwahl:
Hansjörg Peer: 986 Stimmen / 76,49 %
Dr. Klaus Hilber: 303 Stimmen / 23,51 %

Ein politischer Erdrutsch in Birgitz

"Ich muss das alles erst sortieren – es ist noch gar nicht richtig zu fassen!" So die erste Reaktion von Markus Haid, Spitzenkandidat der Unabhängigen Liste. Daraus lässt sich das Ergebnis bereits ableiten, das wahrlich einem politischen Erdrutsch gleichkommt: Die Unabhängige Liste Birgitz eroberte 52,20 % der Stimmen die absolute Mehrheit – und Markus Haid wurde im "Dreier-Rennen" bereits im ersten Wahlgang mit 52,84 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt!
"Das ist natürlich überwältigend", so der neue Ortschef, der aber auch in der Stunde des Erfolges nicht auf die Fairness vergisst: "Ich bedanke mich bei allen WählerInnen, meinem Team, meiner Familie, aber auch bei meinem Mitbewerbern. Es war ein fairer Wahlkampf. Für mich und für meine Listenmitglieder bedeutet dieses Ergebnis eine enorme Herausforderung und eine große Aufgabe, der wir uns mit Freude stellen!"
Von "Freude" kann bei Luis Oberdanner, bisheriger Bürgermeister und Chef der Liste "Miteinander für Birgitz" keine Rede sein. Der Enttäuschung wird freien Lauf gelassen: "Das ist für mich natürlich ein trauriger Tag. Ich habe mich zwölf Jahre lang mit allem Einsatz der Arbeit in der Gemeinde gewidmet und mich eingesetzt, da ist das jetzt ein ganz schwerer Moment für mich." Ob er der Politik weiterhin erhalten bleibt, steht noch nicht fest: "Das kann ich jetzt beim besten Willen noch nicht sagen – ich werde aber intensiv darüber nachdenken. Mehr ist derzeit nicht zu sagen."
Freuen darf sich hingegen die dritte Kraft in der Gemeinde Birgitz: Herbert Jordan hat mit seiner Heimatliste zugelegt – künftig wird neben dem Spitzenkandidaten ein zweiter Heimatlisten-Mandatar im Gemeinderat vertreten sein.

Ergebnis:
Unabhängige Liste Birgitz
439 Stimmen / 52,20 % / 7 Mandate

Bürgermeisterliste Gemeinsam für Birgitz
272 Stimmen / 32,24 % / 4 Mandate

Heimatliste Birgitz

130 Stimmen / 15,46 % / 2 Mandate

Bürgermeisterwahl:
Markus Haid 446 Stimmen / 52,84 %
Luis Oberdanner 292 Stimmen / 34,60 %
Herbert Jordan 106 Stimmen / 12,56 %

Überraschung: Klare Verhältnisse in Oberperfuss

Das klare Ergebnis in Oberperfuss ist überaschend – und es gibt eine klare Wahlsiegerin: Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher legte mit ihrer Liste nicht nur mandatsmäßig zu, sondern entschied auch die Bürgermeisterwahl mit haushohem Vorsprung für sich!
43,90 % der Stimmen und demzufolge sieben Mandate verbuchte sie Bürgermeisterin mit ihrer Liste "Oberperfuss Aktiv", die damit die Bürgerliste von David Hueber (4 Mandate) ebenso klar hinter sich lässt wie die Gemeinschaftsliste von Vizebgm. Thomas Zangerl (2 Mandate). Über die restlichen beiden Mandate darf sich Heidi Abfalterer mit ihrer "Grünen Liste" freuen, die erstmals angetreten ist und auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat schaffte.
Die Bürgermeisterin suchte in der ersten Stellungnahme nach Worten: "Ich bin noch ganz aufgelöst von den Ereignissen und von diesem wunderbaren Wahlergebnis für mein Team. Dass ich mich bereits im ersten Wahlgang so klar durchsetzen konnte, ist ein gewaltiger Vertrauensvorschuss, für den ich mich bei allen WählerInnen ganz herzlich bedanken möchte. Wir haben uns auf die sachliche Arbeit konzentriert, das wurde belohnt. Es ist daher auch gleichzeitig ein Auftrag, in dieser Weise für unser Dorf weiterhin tätig zu sein. Das kann ich hier versprechen!"

Ergebnis:
Bürgerliste Oberperfuss
500 Stimmen / 25,43 % / 4 Mandate

Oberperfuss Aktiv
863 Stimmen / 43,90 % / 7 Mandate

Gemeinschaftsliste
320 Stimmen / 16,28 % / 2 Mandate

Die Grünen Oberperfuss
283 Stimmen / 14,39 % / 2 Mandate

Bürgermeisterwahl:
David Hueber 466 Stimmen / 24,42 %
Johanna Obojes-Rubatscher 1.154 Stimmen / 60,46 %
Thomas Zangerl 288 Stimmen / 15,09 %

Bürgermeisterstichwahl in Axams: Abenthung versus Kapferer-Pittracher

Man durfte damit rechnen: Die WählerInnen müssen in Axams nochmals zur Wahlurne! Christian Abenthung kam der 50 %-Marke mit 45,18 % zwar schon sehr nahe, es reichte aber dann letztlich doch nicht für eine Entscheidung im ersten Wahlgang. Er bekommt es in der Stichwahl mit einer Konkurrentin zu tun: Gabriele Kapferer-Pittracher ließ sowohl den bisherigen Vizebgm. Norbert Happ als auch FPÖ-Chef Harald Nagl hinter sich und wird gegen Christian Abenthung antreten.
Bei der Gemeinderatswahl bleibt eines festzuhalten: Die beiden bisherigen "Großen" – die neuformierte "Rudolf-Nagl-Dorfliste" namens "Gemeinsam für Axams" sowie die SPÖ Axams und Unabhängige – sind die großen Wahlverlierer. "Gemeinsam für Axams" wurde von zehn auf sechs, die SPÖ von vier auf zwei Mandate reduziert. Für die "Nagl-Nachfolger" bedeutet dies nichts anderes, als das die absolute Mehrheit verloren gegangen ist!
Gemäß dieser Feststellungen dürfen sich die anderen drei Listen als Wahlsieger fühlen: Die Liste "Zukunft für Axams – Die Grünen" verdoppelten die Mandatszahl (von zwei auf vier) ebenso wie die FPÖ (von eins auf zwei). Die Überraschung ist zweifellos die neue Listen "Pro Axams" mit Spitzenkandidat Michael Kirchmair, die auf Anhieb drei Mandate erobern konnte.
"Da gibt es nichts zu beschönigen – dieses Ergebnis ist für unsere Liste alles andere als erfreulich", gesteht Christian Abenthung ein. "Es zeigt uns deutlich, dass wir in der Ära nach Rudolf Nagl viel Arbeit vor uns haben. Dass wir uns dieser Aufgabe entschlossen widmen werden, darf ich versprechen!" Mit dem Ergebnis der Bürgermeisterwahl kann Abenthung aber doch leben: "Als Quereinsteiger in die Politik gibt ein Ergebnis von 45,18 % der Stimmen riesigen Auftrieb. Da gehe ich sehr optimistisch in die Stichwahl und hoffe, dass ich die WählerInnen überzeugen kann."
Die Stimmungslage ist bei Gabi Kapferer-Pittracher nach dem Ergebnis für ihre Liste deutlich anders: "Ich habe eine riesige Freude, dass wir unsere Mandatszahl verdoppeln konnten. Vor allem ist es uns gelungen, die absolute ÖVP-Mehrheit zu brechen. Die jetzige Verteilung ist für nahezu ideal! Ich habe auch damit gerechnet, in die Stichwahl zu kommen und werde jetzt alles daransetzen, auch diese Hürde zu nehmen!"

Ergebnis:

Gemeinsschaftsliste für Axams

1.128 Stimmen / 34,59 % / 6 Mandate

SPÖ Axams und Unabhängige

491 Stimmen / 15,06 % / 2 Mandate

Zukunft Axams – Die Grünen
771 Stimmen / 23,64 % / 4 Mandate

FPÖ Axams
342 Stimmen / 10,49 % / 2 Mandate

Pro Axams
529 Stimmen / 16,22 % / 3 Mandate

Bürgermeisterwahl:
Christian Abenthung 1.481 Stimmen / 45,18 %
Norbert Happ 631 Stimmen / 19,25 %
Gabi Kapferer-Pittracher 918 Stimmen / 28,00 %
Harald Nagl 248 Stimmen / 7,57 %

Sensation in Natters: Karl-Heinz Prinz ist Bürgermeister!

Ein an Ereignissen nicht armer Wahltag ist um eine Sensation reicher: Karl-Heinz Prinz, Spitzenkandidat der Liste "Team Bürgermeister Dr. Stefan Moisi" und Nachfolger jenes Bürgermeisters, der aus den inzwischen bekannten Gründen die Konsequenzen gezogen hat, ist der neue Bürgermeister! 51,90 % der WählerInnen entschieden sich für ihr – sein Konkurrent Johannes Abenthung von der Liste "WIR Natterer" musste sich mit 48,10 % knapp, aber doch geschlagen geben.
Dieses Ereignis war für die SPÖ-Landesparteileitung Grund für eine deutliche Stellungnahme: „Die Nattererinnen und Natterer haben dem Schmutzkübelstil der politischen Mitbewerberinnen und Mitbewerber eine Abfuhr erteilt," teilt Landesgeschäftsführer Georg Dornauer in einer Aussendung mit.
Dieser "Ansage" will sich der neue Bürgermeister nicht anschließen – er ist im Gegenteil um Mäßigung bemüht: "Es geht ausschließlich darum, nach vorne zu blicken und Ruhe einkehren zu lassen. Die Mandate sind neu verteilt und wir müssen alle zusammen zu einem Stil finden, der für die EinwohnerInnen von Natters das Beste garantiert. Wir haben große Aufgaben vor uns – und wir müssen alle zusammen trachten, diese zu bewältigen. Dass ich diese Vorhaben als Bürgermeister in Angriff nehmen darf, freut mich natürlich ganz besonders! Ich biete aber allen Fraktionen die Zusammenarbeit an!
Johannes Abentung war für eine Stelliungnahme noch nicht erreichbar.
Auch mandatsmäßig gibt es einige Änderungen: Bürgermeister Karl-Heinz Prinz wird mit zwei Mandataren in den Gemeinderat einziehen und hat damit ein Mandat gewonnen. Damit ist eingetreten, was man bislang nicht für möglich gehalten hätte: Die nunmehrige Bürgermeisterliste, die WIR Natterer und die Dorfliste halten bei jeweils drei Mandaten im Ortsparlament, das jetzt aus sechs Fraktionen zusammengesetzt ist. Die Grünen schafften unter Uschi Perle nämlich den Einzug mit einem Mandat, was wiederum auf Kosten der Bürgerliste geht, die ein Mandat abgeben muss. Die Liste AAB Gemeinsam für Natters wird wie bisher mit einem Mandatar vertreten sein.

Ergebnis

WIR Natterer

334 Stimmen / 26,55 % / 3 Mandate

Bürgerliste
187 Stimmen / 14,86 % / 2 Mandate

Dorfliste
292 Stimmen / 23,21 % / 3 Mandate

Team Bürgermeister Dr. Stefan Moisi
259 Stimmen / 20,59 % / 3 Mandate

AAB Gemeinsam für Natters
91 Stimmen / 7,23 % / 1 Mandat

Die Grünen Natters
95 Stimmen / 7,55 % / 1 Mandat

Bürgermeisterwahl:
Johannes Abentung 543 Stimmen / 48,10 %
Karl-Heinz Prinz 586 Stimmen / 51,90 %

Stichwahl in Götzens – zwei "große Blöcke" im Gemeinderat

In Bezug auf den neuen Bürgermeister von Götzens ist nur eines fix: Er wird mit Nachnamen Singer heißen! Ob es sich dabei aber um Josef Singer von der Liste "Gemeinsam für Götzens" oder doch um Armin Singer von der Liste "Götzens bewegen" handelt, ist noch offen – die Entscheidung fällt in der Stichwahl in zwei Wochen!
Im Gemeinderat stehen sich die beiden genannten mit zwei starken Blöcken gegenüber. Wenn Josef Singer von "verhaltener Freude" berichtet, dann muss man das Ergebnis des Jahres 2010 betrachten: Damals erzielte Bgm. Hans Payr sieben Mandate, Josef Singer mit seiner eigenen Liste fünf Sitze. Die beiden Listen wurden zusammengeführt – ergo sind die aktuellen sieben Mandate eben kein Grund für überschäumenden Jubel. "Damit können wir leben", so Josef Singer, "Ich denke schon, dass wir hier zu einer guten Zusammenarbeit kommen können. Unser Blick geht zur Stunde aber wieder nach vorne – schließlich wartet in zwei Wochen die nächste Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen. Wir werden in den kommenden Tagen mit aller Kraft arbeiten.
Keinen verhaltenen, sondern lauten Jubel gibt es dafür bei "Götzens bewegen", bestätigt Armin Singer: "Wir sind sozusagen von null auf hundert durchgestartet und haben ein überragendes Ergebnis erzielt, für das ich mich bei allen herzlich bedanke. Die WählerInnen haben bestätigt, dass sie eine Veränderung der politischen Verhältnisse wollen." Die Aufgabenstellung ist auch für ihn klar: Man trifft sich schließlich in zwei Wochen wieder und hofft auf ein weiteres epochales Ereignis.
Gemischte Stimmung dürfte bei den anderen drei Fraktionen herrschen, die allesamt je ein Mandat ergattern konnten. Positiv darf dies wohl nur die FPÖ notieren, die bisher noch nicht im Gemeinderat vertreten war.

Ergebnis:
Gemeinsam für Götzens
945 Stimmen / 41,34 % / 7 Mandate

Die Grünen Götzens
246 Stimmen / 10,76 % / 1 Mandat

FPÖ Götzens
219 Stimmen / 9,58 % / 1 Mandat

AKTIV für Götzens
222 Stimmen / 9,71 % / 1 Mandat

Götzens bewegen
654 Stimmen / 28,61 % / 5 Mandate

Bürgermeisterwahl:

Josef Singer 1.036 Stimmen / 46,71 %
Andreas Winter 164 Stimmen / 7,39 %
Christian Abentung 121 Stimmen / 5,46 %
Silvia Abentung 173 Stimmen / 7,80 %
Armin Singer 724 Stimmen / 32,64 %

"Absolute" für die ÖVP in Kematen

Dass Bürgermeister Rudolf Häusler im Amt bleiben würde, war in Ermangelung eines Gegenkandidaten klar. Ob er aber auch im Amt bleiben wollte, war ganz sicher auch vom Ergebnis abhängig. Klartext: Eine Mandatsmehrheit für die Opposition hätte vielleicht ein Nachdenken auslösen können. Dazu wird es wohl nicht kommen. Die ÖVP erreichte neun von 15 Mandaten und behält damit die absolute Mehrheit.
Die beiden "vereinigten Oppositionslisten", die getrennt voneinander bislang fünf Mandate gehalten hatten, müssen als Liste "Gemeinsam für Kematen" mit vier Mandaten bilanzieren. Die Grünen dürfen im neuen Gemeinderat einen Sitz einnehmen, was wiederum auf Kosten der SPÖ geht – die Sozialdemokraten werden nur mehr einen Gemeinderat in ihren Reihen haben.

Ergebnisse:
Unser Kematen – ÖVP
994 Stimmen / 57,62 % / 9 Mandate

Gemeinsam unabhängig für Kematen
428 Stimmen / 24,91 % / 4 Mandate

SPÖ Kematen
150 Stimmen / 8,70 % / 1 Mandat

Grüne Kematen
153 Stimmen / 8,87 % / 1 Mandat

Bürgermeisterwahl: Rudolf Häusler

Keine großen Änderungen in Völs

In der Marktgemeinde blieben spektakuläre Bewegungen weitgehend aus. Sieht man einmal davon ab, dass die ÖVP eines von bisher zwölf Mandaten der FPÖ überlassen musste, die nunmehr mit zwei Mandateren vertreten ist, gab es eigentlich keine Veränderungen. Franz Köfel hat seine Wählerschaft nach seinem Austritt aus der SPÖ quasi "mitgenommen", was den Sozialdemokraten eines von bisher vier Mandaten kostet. Die Grünen haben ihre beiden Mandate gehalten.
Auch das Ergebnis der Bürgermeisterwahl durfte durchaus erwartet werden. Amtsinhaber Erich Ruetz räumt hier mächtig ab und verbuchte 73,92 % der Stimmen für sich. "Das sind hervorragende Ergebnisse – die kontinuierliche Arbeit für Völs kann damit weitergehen", so der alte und neue Bürgermeister in einer ersten, knappen Stellungnahme.

Ergebnis:
Bürgermeisterliste Erich Ruetz – ÖVP

1.851 Stimmen / 54,11 % / 11 Mandate

SPÖ Team Völs
485 Stimmen / 14,18 % / 3 Mandate

Die Völser Grünen
421 Stimmen / 12,31 % / 2 Mandate

FPÖ und Unabhängige Liste Völs

463 Stimmen / 13,53 % / 2 Mandate

Franz Köfel & Team
201 Stimmen / 5,88 % / 1 Mandat

Bürgermeisterwahl:
Erich Ruetz 2.321 Stimmen – 73,92 %
Walter Kathrein 482 Stimmen – 15,35 %
Brigitte Gradl-Rangger 337 Stimmen – 10,73 %

Autor:

Bezirksblätter Westliches-Mittelgebirge aus Innsbruck

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