Umfahrung ist wieder aktuell

Die Verkehrsbelastung im westlichen Mittelgebirge wird durch die Brückenschlag-Diskussion wieder aktualisiert.
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  • hochgeladen von Manfred Hassl

Während in der Vorwoche der „Autonbahn-100er“ großes Verkehrsthema war, beschäftigt die Region westliches Mittelgebirge sowie den Bereich Kematen verkehrsmäßig etwas anderes: Die Verkehrsproblematik im Fall eines Brückenschlages Axamer Lizum – Schlick 2000 wurde ja vor kurzem vom Kemater Bürgermeister Rudolf Häusler offen angesprochen. Ein Kapitel, das natürlich auch am Plateau ständig präsent ist, womit einmal mehr das Thema Umfahrungs- bzw. Entlastungsstraße von Birgitz und Götzens mit Einbindung in Axams zur Sprache kommt. Dabei handelt es sich natürlich um weit mehr als nur um ein Kapitel – es ist schon ein ganzes Buch, das dazu verfasst wurde.
Planungsverbandsobmann Bgm. Rudolf Nagl aus Axams bestätigt, dass durchaus angedacht ist, dieses Buch jetzt wieder in die Hand zu nehmen. „Wir machen uns natürlich Gedanken über die Verkehrsentwicklung“, so Nagl. „Es hat auch bereits wieder Gespräche mit den Vertretern des Landes gegeben.“ Freilich räumt auch Nagl ein, dass sich seit dem letzten Vorstoß in dieser Causa einiges geändert hat. So steht derzeit in den Gemeinden ja gerade die Fortschreibung der örtlichen Raumordnungskonzepte an! "Eine gute Gelegenheit, um die Sache wieder auf den Ist-Stand zu bringen", so der Axamer Bürgermeister.“

Alles neu in Birgitz
Besondere Bedeutung kommt bei diesen Planungen naturgemäß der Gemeinde Birgitz zu. „Der Gemeinderat hat sich ja bereits einmal gegen die damals vorgeschlagene Trassierung ausgesprochen“, so Bgm. Luis Oberdanner. „Dieser Beschluss hat noch Gültigkeit. Jetzt geht es aber um eine Fortschreibung des Raumordnungskonzepts. Die Voraussetzungen haben sich geändert, man wird sich also unter Bedachtnahme auf viele neue Gegebenheit damit befassen müssen! Es ist von großer Wichtigkeit, wie dieses Projekt angegangen wird, so der Bürgermeister weiter.

Einbindung gefordert
„Es muss geklärt werden, ob es sich um eine Umfahrungsstraße handelt oder um eine Erschließungsstraße mit Einbindung unseres Dorfes. Im ersteren Fall hätten wir nur die Belastungen zu tragen, weil klar ist, dass jede neue Straße auch mehr Verkehr verursacht. Wenn schon, müsste man über eine Erschließungsstraße nachdenken und die Vorteile herausarbeiten.“

Zahlen und Fakten
Auch in Birgitz hat man vor geraumer Zeit eine Verkehrszählung angesetzt. Das Ergebnis: rund 11.500 Fahrzeuge pro Tag, Tendenz zwei Prozent Steigerung pro Jahr! Bgm. Oberdanner: "Für die betroffene Bevölkerung sind die Belastungen schon jetzt unerträglich. Ein verantwortungsbewusster Gemeinderat wird sich auch mit bestehenden infrastrukturellen Belastungen auseinandersetzen und eine zukunftsorientierte Lösung dieser Problematik anstreben müssen."
Andererseits kann eine angedachte Erweiterung des Gewerbegebietes wohl nur dann realisiert werden, wenn es eine Erschließungsstraße gibt. „Dann geht es auch noch um die innerörtliche Entwicklung“, so Bgm. Oberdanner. „Die Einbindung einer neuen Straße in die derzeitige innerörtliche Verkehrsstruktur würde auch viele neue Probleme mit sich bringen.“

Die Verkehrsbelastung im westlichen Mittelgebirge wird durch die Brückenschlag-Diskussion wieder aktualisiert.
Bgm. Luis Oberdanner: "Eines ist schon klar: Jede neue Straße verursacht auch neuen Verkehr!"

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