Benzin im Blut
"Hock di eini und fåhr!"

Die PS-Pilotin Nina Suitner gibt es nur auf der Rennstrecke – dort lässt sie es aber richtig krachen!
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  • Die PS-Pilotin Nina Suitner gibt es nur auf der Rennstrecke – dort lässt sie es aber richtig krachen!
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Nina Suitner aus Wattenberg ist in der Bezirksblätter-Redaktion bestens bekannt. Als beliebte Mitarbeiterin der Marketing-Abteilung geht sie hier täglich ein und aus. In ihrer Freizeit pflegt sie ein für Damen nach wie vor außergewöhnliches Hobby!

Eine abgedroschene Phrase sei hier passend erlaubt: Nina Suitner ist eine "Benzinschwester" im Renneinsatz. Zwar (noch) nicht in diversen Formeln der Racing-Königsklassen, dafür aber im Renngeschehen der ARBÖ Tiroler Meisterschaften im Autoslalom.

Kein Gummi an der Ampel

An dieser Stelle darf man gleich mal jenem Teil der Männerwelt, der sich durch das Suitner'sche Gesamtpaket an der Ampel konkret herausgefordert fühlt, ins Renntagebuch schreiben: Wer der feschen Nina in ihrem knallgelben Citroën DS3 mit der Nummer 94 und der Aufschrift "N. Suitner" an der Ampel begegnet, erlebt weder Gummi am Start noch einen enthemmten Speed-Test auf der Landesstraße. Auch sonst gibt es im Normalverkehr kein Brettern, bis die rote Kelle kommt! Nina im Rennfieber und im Vollgasmodus gibt es nur auf der gesperrten Piste – dort lässt sie es aber ordentlich krachen und ist nicht nur mittendrin, sondern auch stets vorne dabei. In ihrer Erfolgsbilanz stehen bisher zwei Tiroler Meistertitel. Auch im Vergleich mit der männlichen Konkurrenz schneidet sie hervorragend ab. "Ich starte in der Serienklasse sowie in der verbesserten Klasse, also mit einem aufgemotzten Rennfahrzeug. Dabei ist es mir schon gelungen, einige Podestplätze herauszufahren", so die stolze Pilotin.

Erblich belastet

Die Liebe zum Automobil und zum Leistungsvergleich ist vererbt. Vater Harald Suitner ist seit 30 Jahren auf der Autoslalom-Rennpiste und hat zahlreiche Titel und Pokale eingefahren. Mit einer sensationellen Frühentwicklung a la "mit vier Jahren hinter dem Lenkrad" oder sonstigen journalistisch aufgemotzten Eyecatchern kann Nina nicht dienen: "Ich habe mit 18 Jahren meinen Führerschein gemacht und dann meinen Vater gefragt, ob ich einmal in seinem Rennauto Platz nehmen darf", so der unspektakuläre Karrierebeginn. Die Antwort nahm Nina sogleich wörtlich: "Hock di eini und fåhr!" Was sich daraus entwickelt hat, sorgt für Aufsehen und Anerkennung!

Ritt durch die Pylonen

"Man braucht schon ein gewisses Talent, um das Auto zwischen den Pylonen auf einem Parcours über eine eigens dafür abgesperrte Rennstrecke möglichst schnell und fehlerfrei zu bewegen", nennt Nina Suitner die Kriterien. "Wer glaubt, dies zu können, ist gerne gesehen und sollte einfach mal mit Auto, Führerschein und Helm vorbeischauen." Über alles Wissenswerte zum Thema kann sich auch im Renntempo im Internet auf www.atmas.at informieren.
Übrigens: Dass die Tochter in der Vorsaison zweimal vor dem Papa klassiert war, sorgt für keinen innerfamiliären Befehl zum Boxenstopp, sondern wird mit berechtigtem väterlichem Stolz kommentiert: "Des isch hålt mei Madl ...!"

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