"Voll Tirol"-Tour mit dem Rennrad

Eindrucksvolles Bild einer gewaltigen Radtour: Peter Taibon und Alfred Kößler erreichten das gesteckte Ziel!
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  • Eindrucksvolles Bild einer gewaltigen Radtour: Peter Taibon und Alfred Kößler erreichten das gesteckte Ziel!
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Eine spezielle Radtour unternahmen vor kurzem die Hobbyradler Peter Taibon aus Rinn, Alfred Kößler aus Tulfes und Gerhard Kofler aus Innsbruck : "Die Tour führte durch fünf Bezirke vom tiefsten Punkt in Tirol in Ebbs mit 473 m bis zum höchsten Punkt am Tiefenbachferner auf 2.830 m", erzählt Initiator Peter Taibon. Der Tiefenbachferner ist der höchste Punkt Europas, der auf asphaltierter Straße und somit mit dem Rennrad erreichbar ist. Genau das macht diese Tour so besonders. Der Name wurde deshalb schnell gefunden: Voll Tirol!"

Schlechtwetter

Um 8 Uhr morgens begann die Tour in Ebbs – und der "Hauptgegner" war schnell ausgemacht. Schlechtes Wetter beeinträchtigte die Startphase! Von Innsbruck nach Haiming auf die Ötztaler Höhe konnte mit 35 km/h trotz ständigem Gegenwind ein beachtlicher Schnitt erreicht werden. Das Wetter besserte sich, die Anstrengungen wurden nicht weniger, so Peter Taibon: "Begleitet von viel Verkehr, Sonnenschein und hohen Temperaturen ging es ins Ötztal. Sölden wurde nach fünfeinhalb Stunden und nach 170 flotten Kilometern passiert – dann ging es aber erst richtig los!"

13 Prozent Steigung

Heiße Temperaturen und 14 km Anstieg mit fast durchgehend 13 % – alle, die diese Strecke schon einmal gefahren sind, wissen, wovon die Rede ist. Die Anstrengungen forderten dann auch ihren Tribut – Gerhard Kofler musste die Tour bei der Mautstation beenden. Die beiden verbliebenen Radler kämpften sich aber Meter für Meter aufwärts.

Das Licht

... am Ende des Tunnels war in diesem Fall mehr als nur eine Phrase, berichtet Peter Taibon: "Der Rosi-Mittermaier-Tunnel, der von der Skistation Rettenbachferner zum Tiefenbachferner führt, ist der höchstgelegene Straßentunnel Europas. 1,7 km lang, 100 Höhenmeter – und das Licht am Ende wurde bei gefühlten null Grad nur sehr, sehr langsam größer. Schließlich haben wir es aber geschafft: 183 km bei 2.690 Höhenmetern in exakt 7,16 Stunden."

Resümee

Peter Taibon zieht eine Bilanz des Unternehmens: "Ich habe vom Ötztaler abwärts schon viele Radrennen und Marathons bestritten, aber diese Tour ist absolut mit den
schwersten Radrennen zu vergleichen – auch wenn wir nicht auf Zeit gefahren sind. Neben der persönlichen Herausforderung wollten wir damit auch auf die Rad-WM in Tirol im nächsten Jahr aufmerksam machen. Von diesem Großereignis nimmt man derzeit anscheinend keine Notiz! Das ganze Land ist voll von Urlaubsgästen, es gibt aber so gut wie keinen Hinweis auf die Weltmeisterschaft!"

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