Anti-Plastik-Initiative bei MPREIS

Die Zahlen sprechen für sich – weitere Maßnahmen zur Plastikvermeidung sind bei MPREIS in Ausarbeitung.
  • Die Zahlen sprechen für sich – weitere Maßnahmen zur Plastikvermeidung sind bei MPREIS in Ausarbeitung.
  • Foto: Schaller
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Bei Frischware wie Obst und Gemüse möglichst wenig Plastik zu verwenden, ist MPREIS ein wichtiges Anliegen. Hier trifft der Wille zur Umstellung allerdings auf viele Hindernisse.

Kleinere Lieferanten stehen oft vor großen finanziellen Herausforderungen, etwa bei Investitionen in neue Verpackungsmaschinen. Bei Produzenten aus dem Ausland ist es meist schwierig, Einfluss auf die Verpackung zu nehmen. Wenn saisonal keine entsprechende Ware aus der Region erhältlich ist, macht schon der lange Transport in vielen Fällen eine Verpackung notwendig. Aber auch bei den alternativen Materialien ist bei genauem Hinsehen nicht automatisch alles besser, was plastikfrei ist. Insgesamt benötigt die Produktion von Nahrungsmitteln einen sehr hohen Ressourceneinsatz. Daher hat die Vermeidung von Lebensmittelabfall ökologisch gesehen die höchste Priorität. Hier kann Verpackung durch die deutliche Verlängerung der Haltbarkeit einen wichtigen Beitrag leisten.

Klare Kennzeichnung

Bio-Ware muss klar gekennzeichnet und separat von konventionell erzeugten Produkten gehalten werden. Die einfachste und sicherste Methode dafür ist eine Verpackung. Da die Kunden immer noch vorwiegend konventionell erzeugte Ware kaufen, bekommt der mengenmäßig geringere Bio-Anteil die Verpackung. Bei den in Partnerschaft mit den Tiroler Bio-Bergbauern entwickelten BIO vom BERG Erzeugnissen konnte bereits ein hoher Anteil der Frischware auf plastikfreie Verpackungen umgestellt werden.

Zahlen und Fakten

Einige Zahlen sprechen eine deutliche Sprache für den Erfolg. Seit der Umstellung auf unfolierte Gurken konnten bisher 735.000 Folien eingespart werden. Cellulosenetze ersetzten bei den Kartoffeln 450.000 Plastiknetze, bei Zwiebeln 240.000. Bei Bio-Zucchini konnte durch die Umstellung auf lose Ware auf 320.000 Plastiktassen mit Folie verzichtet werden, bei Trauben auf 127.000 Plastikbeutel. Bei Erdbeeren wurden 20.000 Plastiktassen eingespart, bei Tiroler Kirschen sogar 27.000.
"Weitere Umstellungen sind in Planung und Ausarbeitung", so die Gschäftsleitung. "Die Vermeidung von Plastikmüll ist eines der wichtigsten Nachhaltigkeitshemen bei MPREIS. In mehreren Abteilungen wird mit Hochdruck daran gearbeitet, den Einsatz von Plastik konstant zu reduzieren."

Weitere Berichte: www.meinbezirk.at/tirol

Autor:

Manfred Hassl aus Westliches Mittelgebirge

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