Wirtschaft unter Quarantäne
Markus Reithammer: "Digitale Hürden werden eingerissen!"

IT-Unternehmer Markus Reitshammer führt seine Unternehmen nun vom provisorischen Schreibtisch im Blumenfenster aus.
  • IT-Unternehmer Markus Reitshammer führt seine Unternehmen nun vom provisorischen Schreibtisch im Blumenfenster aus.
  • Foto: Patricia Reitshammer
  • hochgeladen von Manfred Hassl

Es ist die dritte Woche unter Ausgangsbeschränkungen und das gesellschaftliche Leben sowie die Wirtschaft sind auf ein Mindestmaß heruntergefahren. Und dennoch gilt es sicherzustellen, dass alle mit den Grundbedürfnissen versorgt werden, der Rechtsstaat funktioniert und auch die kritische Infrastruktur. Wer kann, arbeitet von zu Hause aus. Wie gehen Unternehmer aus dem westlichen Mittelgebirge damit um? Ein Home-Office-Lokalaugenschein bei IT-Unternehmer Markus Reitshammer aus Götzens.

Markus Reitshammer arbeitet so wie seine Frau und viele Menschen im Mittelgebirge von zu Hause aus. "Als die Ausgangssperren verkündet wurden, gab ich den Marschbefehl an meine Mitarbeiter, von nun an von zu Hause aus zu arbeiten", so der Unternehmer. Die Büros, das Ladenlokal und die Werkstätte sollten nur mehr in Ausnahmefällen genutzt und jegliche Treffen vermieden werden. „Da es absehbar war, dass es zu einschneidenden Maßnahmen kommen würde, waren wir vorbereitet. Und so ging der Wechsel in unsere Heimbüros recht rasch und unspektakulär über die Bühne.“

Digitalisierung im Expresstempo

Am Montag lief der Betrieb weiter – mit stark gestiegenem Arbeitspensum und komplexer Logistik. Zusätzlichen Aufwand bereitete die möglichst kontaktlose Logistikkette – begonnen bei der Beschafffung bis hin zur Auslieferung an die Endkunden. Nun mussten viele Betriebe auf Homeoffice umstellen – oftmals von der Pieke auf. „Wir ziehen aktuell die Digitalisierung unserer Wirtschaft im Express durch.“ so der IT Unternehmer (Re – Systems, PCprivat, inn.cloud) weiter. „Was vor kurzem noch als undenkbar galt, wird nun auf einmal möglich – der äußere Druck reißt viele selbst gemachte Hürden ein.“

An Sicherheit denken

Gleichzeitig mahnt der Informationssicherheitsexperte ein, nun auch an die Sicherheit zu denken: „Viele Betriebe haben im Krisenmodus in ungeheurer Geschwindigkeit Lösungen implementiert, um ja schnell wieder handlungsfähig zu sein und die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Dabei kam die Sicherheit oftmals zu kurz – technisch und auch organisatorisch. Das hat freilich auch Angreifer auf den Plan gerufen, welche diese Situation nun schamlos auszunützen versuchen.“ verweist Reitshammer auf zahlreiche einschlägige Medienberichte. „Nun gilt es, auch in diesem Bereich nachzuschärfen.“ Sein Team erfüllt diese Aufgabe durch entsprechende Lösungen für Betriebe der Region.

Digitale Zusammenarbeit

Obwohl Re – Systems ein digitales Unternehmen ist, bringt die virtuelle Zusammenarbeit auch Tücken mit sich, so wie vor allem im organisatorischen Bereich. Es gilt, alle Mitarbeiter einzubinden und dennoch auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen. Viele der Kollegen und Kolleginnen müssen nun zusätzlich auch Kinder zu Hause unterrichten oder sich um Angehörige kümmern. „Der Kommunikationsaufwand ist stark gestiegen", weiß der Experte. "Mit einem derart starken und engagierten Team wie dem unseren macht es aber wirklich Freude – denn hier will jede und jeder Einzelne tatkräftig an der IT-Grundversorgung unseres Landes mitarbeiten!“

Firmengeburtstag

Detail am Rande: Bei der ersten Teambesprechung von zu Hause aus wurde dann auch der 22. Geburtstag von Re – Systems gefeiert . "Mit einem Tortendiagramm,“ lacht Reitshammer „und zwar an dem Ort, an dem alles vor 22 Jahren begann: Dahoam.“

Weitere Berichte: www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

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