13.03.2018, 23:19 Uhr

Axams: Neuer Zoff um das "Nagl-Haus"

Hausbesitzer Harald Nagl, der auch als FPÖ-GR amtiert, ist empört und kündigt einen weiteren "Baukampf" an.

Rohbau steht seit den frühen 70er Jahren – jetzt gibt es neuen Streit um die geplante Finalisierung!

Der Rohbau von FPÖ-GR Harald Nagl am östlichen Ortseingang von Axams ist bestens bekannt – und nach fast 45 Jahren Bestand aus dem Ortsbild auch nicht mehr wegzudenken. Schließlich steht dieses Gebäude an diesem Ort und hat eine unglaubliche, bewegte Geschichte hinter sich. Einerseits beherbergte das Haus bereits gewerbliche Betriebe, andererseits gab es laut Besitzer Harald Nagl unzählige Versuche, die Fertigstellung herbeizuführen. Dass es bis dato zu keinem Ergebnis geführt hat, ist klar zu sehen. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf: Harald Nagl beabsichtigt nach wie vor, das Gebäude als Wohn- und Geschäftsgebäude zu nutzen. Dass dies noch nicht gefruchtet hat, erregt den FPÖ-Gemeinderat:  „Anstatt das seit 2009 eingereichte Ansuchen für den Um- und Anbau, das in vollem Umfang allen Vorschriften entspricht, endlich zu bearbeiten und zu genehmigen, fällt dem Axamer VP-Bürgermeister Christian Abenthung nichts Besseres ein, als die Sache nach Vorbild seiner Vorgänger weiter zu blockieren und eine Enteignung und Vernichtung von Existenzen anzustrengen. Die Begründung auf den Punkt gebracht: ‚Der rote Ziegel ist nicht verkleidet!"

Zwangsverputz gescheitert

Dass eine Finalisierung des Objektes laut aktuellem Stand an der Fassade scheitern soll, ist für Nagl insofern durchaus nachvollziehbar, da dies für ihn "eine Fortsetzung wiederholter Schikanen" darstellt: „Es wurde einmal sogar ein Zwangsverputz angeordnet – dass sich dieses Anliegen als rechtswidrig erwiesen hat und deshalb nicht durchgeführt wurde, ist Faktum. Im Gegenzug wurden mehrere Bauansuchen, die allesamt rechtlich einwandfrei waren, nie genehmigt bzw. durch unverständliche Auflagen ständig verzögert. Dies geht so seit dem Jahr 1999.“ Auch die – ebenfalls seit vielen Jahrzehnten – geplante Umfahrungsstraße, die in diesem Bereich in die Landesstraße einmünden hätte sollen, hat eine Rolle gespielt, so Harald Nagl: „Das erste Umbauansuchen wurde durch diese Überlegungen verzögert.“

Rundumschlag

Die Causa reiht sich für Harald Nagl in eine Reihe von zahlreichen weiteren Bauvorhaben ein, die derzeit in Axams in Diskussion stehen (Beispiel: Wohnanlage Hintermetzentaler). „Allen Baumiseren gemeinsam ist die Gesinnung, dass Unannehmlichkeiten der Bürger dem Bürgermeister und auch den Gemeinderäten der anderen Fraktionen scheinbar egal sind“, zürnt Harald Nagl in einem "politischen Rundumschlag", in dessen Mittelpunkt Bgm. Christian Abenthung steht. „Alle umstrittenen Projekte, die von seinem Bürgermeister-Vorgänger begonnen wurden, werden jetzt in schlechter Manier fortgeführt.“

Eine Stellungnahme von Bgm. Christian Abenthung finden Sie HIER
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