21.11.2016, 18:00 Uhr

Natters: Wohn- und Pflegeheim liegt im Plan

Zeitkapsel: Bgm. Singer, Bgm. Prinz, M. Schäfer, H. Gschwentner (beide NHT), LR Tilg, Bgm. Peer (v.l.n.r.) (Foto: Vandory)

In Natters wurde die Dachgleiche gefeiert – auch eine Zeitkapsel wurde hinterlegt!

Die Neue Heimat Tirol (NHT) errichtet in Natters ein modernes Wohn- und Pflegeheim mit 40 neuen Pflegebetten, acht Tagesbetreuungsplätzen, 14 Einheiten für Betreutes Wohnen, einer Arztpraxis und einer gemeinsamen Tiefgarage. Der Baustart ist im Juni 2016 erfolgt. In der Vorwoche konnte in Anwesenheit von LR Bernhard Tilg im Rahmen der Firstfeier die Dachgleiche gefeiert werden. Die Fertigstellung ist bis zum Frühjahr 2018 geplant. Die NHT investiert insgesamt 8,6 Mio. Euro. Realisiert wird das Projekt nach den Plänen des Innsbrucker Architekturbüros DI Raimund Rainer mitten im Ortszentrum von Natters.

Gemeinschaftsprojekt

Das neue Wohn- und Pflegeheim ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Natters, Mutters und Götzens. Standortbürgermeister Karl-Heinz Prinz betont: „Das ist ein Erfolgsmodell für eine konstruktive, gemeindeübergreifende Zusammenarbeit." Prinz ließ aber auch nicht unerwähnt, dass dieses Projekt eine ungemein lange Vorgeschichte hat: Am 5. November 1990 (!) wurde im Natterer Gemeindrat ein Grundsatzbeschluss gefasst, ein Wohn- und Pflegeheim zu errichten. Dieses Dokument wurde in Kopie ebenso wie der Vertrag mit den Gemeinden Mutters und Götzens sowie der Kaufvertrag mit dem Stift Wilten (Grundstück) in einer "Zeitkapsel" im Bauwerk hinterlegt.

Dauerthema

Auch der Mutterer Bürgermeister Hansjörg Peer – der seit 13 Jahren im Amt ist – erinnerte an das "Dauerthema Altersheim". Über die Lösung zeigte er sich ebenso erfreut wie sein Amtskollege Josef Singer. Er ist zwar erst kurz im Amt, allerdings schon lange im Gemeinderat. "Auch für die Gemeinde Götzens ist das gemeinsame Heim wertvoll – wir haben derzeit viele pflegebedürftige BürgerInnen in auswärtigen Heimen."
Dass diese Zusammenarbeit zwischen den beiden regionalen Altersheimverbänden wirtschaftlich gestaltet werden soll, liegt im Interesse aller Beteiligten. LR Bernhard Tilg sicherte die weitere Unterstützung des Landes Tirol bei der Realisierung der Pflegeeinrichtung zu.

Ausbau der sozialen Infrastruktur

Wohnheim und betreutes Wohnen sind in zwei getrennten Baukörpern untergebracht. Im Eingangsgeschoß des Wohnheims sind alle öffentlichen Nutzungen, die Arztpraxis sowie die Räumlichkeiten für die Tagesbetreuung vorgesehen. Die beiden Baukörper sind über eine Brücke miteinander verbunden. Zusätzlich sind ein öffentlicher Vorplatz-Spielplatz im Westen, ein großzügiger Park im Süden sowie ein Therapiegarten im Osten geplant.
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