17.09.2014, 10:54 Uhr

"So eine Saison ist für alle schlecht!"

Das Freizeitzentrum Axams ist durch Hallenbad und Sauna mit einem "blauen Auge" durch die Saison gekommen.
(kurt). Das Völser Badl, das Freibad in Mutters und auch das Freizeitzentrum Axams haben mit der vergangenen Sommersaison ihre liebe Not. Einzig das Freizeitzentrum Axams ist – dank beheiztem Außenbecken, Hallenbad und Sauna – mit einem blauen Auge aus der Saison gekommen. Vor allem die Sauna lief im heurigen Sommer – wenn man ihn so nennen will – überdurchschnittlich gut.
"So ein Sommer ist für alle schlecht, auch für uns. Wir haben große Umsatzeinbrüche im Juli und im August. Wir sind zwar in der glücklichen Lage, ein Hallenbad und ein beheiztes Freibad zu haben, dennoch kommen wir bei den Eintritten nicht nach", sagt FZZ-Geschäftsführer Martin Leis. Die große Masse komme zum Sonnenliegen, das Schwimmen sei nicht das Hauptmotiv, warum Leute ins Freibad gehen. "Und kapazitätsmäßig stößt man bei Schlechtwetter in einem Hallenbad viel schneller an seine Grenzen, deshalb kann man so eine Saison auch nicht kompensieren. Auf den Grünflächen haben wir natürlich für viel mehr Leute Platz", so Leis.

Schlechteste Saison seit 1999

Das Völser Badl (im Winter 2012/13 um 1,7 Millionen Euro generalsaniert) ist im Besitz der Marktgemeinde Völs und wird auch von ihr betrieben. Die Eintrittsrückgänge zum Sommer 2013 schlagen mit minus 46 Prozent zu Buche, zu einer durchschnittlichen Sommersaison beträgt der Rückgang minus 30 Prozent. Besonders dramatisch war der August. Hier verbuchte das Bad einen Rückgang von 77 Prozent. Laut den Völser Aufzeichnungen war es die schlechteste Saison seit 1999.

Kein Hallenbad für Mutters

Ins Mutterer Freibad, betrieben von der Gemeinde Mutters, wurden vor zwei Jahren 1,5 Millionen Euro in eine Generalsanierung sowie Adaptierung für Kinder bis zehn Jahre investiert. Im Rekordsommer 2013 zählte man 38.000 Eintritte, heuer muss man sich mit bescheidenen 14.000 zufriedengeben.
Bürgermeister Hansjörg Peer sieht die Sache aber im Sinne der Familien: "Wir haben uns im Vorfeld der Sanierung auch überlegt, das Bad zuzusperren, wirtschaftlich wäre das sicher die beste Entscheidung gewesen. Man hat Abgänge mit einem Freibad, aber es geht ja nicht darum, reich zu werden, sondern Angebote für die Einwohner zu schaffen. Mit den dreieinhalb Monaten, die wir offen haben, finden wir ein Auslangen. Ein Hallenbad mit seinen immensen Betriebskosten ist für uns kein Thema, da denke ich keine Sekunde daran", so Peer. Tirolweit ging der Umsatz der Bäder um 8,6 Prozent zurück, auch bei den Besuchern gibt es in Tirol ein dickes Minus von 28 Prozent.
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