13.02.2018, 22:48 Uhr

Steinschlagschutzdamm in Gries i.S. ist fertig

Lokalaugenschein: Bgm. Martin Haslwanter und WLV-Projektant Florian Riedl mit Planung in Sichtweite des Projekts.

Freude in der Sellraintaler Gemeinde über die Fertigstellung der Schutzmaßnahmen im Bereich Taxach!

Im Jahr 2003 sorgte ein großer Bergsturz (Steinlehner) in der Gemeinde Gries im Sellrain für Aufsehen. Im Gefahrenbereich war auch die Wohnsiedlung im Bereich Taxach (Richtung Lüsens, rechte Seite). Es wurden Schutzmaßnahmen im Jahr 2014 geplant und in den Jahren 2015 bis 2017 umgesetzt. Ein Steinschlagschutzdamm wurde errichtet, der für Sicherheit sorgen wird.


Bewehrte Erde-Konstruktion

Florian Riedl ist der Projektant der Wildbach- und Lawinenverbauung: "Es handelt sich hier um eine bewehrte Erde-Konstruktion", informiert der Experte. Die Höhe des rund 170 Meter langen Steinschlagschutzdammes beträgt acht Meter." Dass hier auch Material aus den vollen Geschiebebecken infolge der Hochwasserkatastrophe 2015 in Sellrain verwendet wurde, ist ein weiterer Aspekt, betont Florian Riedl: "Insgesamt wurden rund 20.000 m³ Material im verdichteten Zustand eingebaut. Das entspricht einem aufgelockerten Schüttzustand von über 50.000 m³."

Finanzierung

Hocherfreut über den Abschluss der Arbeiten zeigt sich auch Bürgermeister Martin Haselwanter: "Die Sicherheit für die Bewohner der Siedlung ist hier wieder gegeben. Mittlerweile wurden im Bereich Taxach auch schon neue Häuser gebaut."
Die Finanzierung war natürlich ein wichtiger Aspekt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,22 Millionen Euro. 58 % trägt der Bund, 23 % steuert die Gemeinde Gries im Sellrain bei und für die restlichen 19 % kommt das Land Tirol auf.
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