26.06.2017, 15:03 Uhr

Wasser ist zum Löschen da

Obermaschinist Klaus Maffey an der Schaltstelle der Wasserversorgung des TLFA 3000.

Eine alte Weisheit, die aber auch eine Frage aufwirft: Wie kommt das Wasser zum Feuer?

Die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren sind technische Wunderwerke auf Rädern. Die Bedienung obliegt den Maschinisten.
Als Beispiel soll hier die Feuerwehr Völs herangezogen werden. Im Fuhrpark stehen ein Tanklöschfahrzeug 3000 neuerer Bauart sowie ein kleineres TLFA 2000. Die Zahl weist aus, wie viele Liter Wasser der eingebaute Tank fasst. In Völs ist auch ein Obermaschinist im Einsatz. Klaus Maffey und weitere rund 30 Maschinisten sind für die Bedienung aller Einrichtungen und natürlich auch für die Pumpe, die dafür sorgt, dass Wasser mit Druck zum Feuer kommt, zuständig. Sie sind auch die Fahrer – ein C-Führerschein ist Voraussetzung. "Ein spezieller Lehrgang ist unbedingt erforderlich, technische Kenntnisse sind von Vorteil", so Klaus Maffey.

"Pumpe ein"

Die technischen Ausstattungsvarianten der beiden Fahrzeuge zeigen die Bandbreite. Das ältere Modell verfügt über manuelle Anzeigen auf einem Armaturenbrett, das "jüngere" TLFA wird über ein digitales Display gesteuert. "Pumpe ein" bedeutet in jedem Fall den Beginn der Wasser- bzw. Schaumversorgung. TLFAs haben auch einen Schaumtank für den Schnellangriff. Der Normaldruck-Arbeitsbereich liegt zwischen 1 bis 15 bar, das Wasser läuft hier durch die gebräuchlichen Feuerwehrschläuche. Für den Hochdruck mit bis zu 40 bar ist ein formfester, auf einer Haspel angebrachter Spezialschlauch vorgesehen.

Entscheidungsträger

Im Einsatz wird der Maschinist zum Entscheidungsträger. "Er hat dafür zu sorgen, dass immer genügend Wasserreserven zur Verfügung stehen", so Klaus Maffey. "Es geht also nicht nur Wasser über die Pumpe raus – es muss auch wieder Wasser rein. Dazu gibt es verschiedene Eingänge für sauberes Wasser aus dem Hydranten oder für Schmutzwasser aus einem Bach." Liegt der Brandort weiter entfernt, beispielsweise bei einem Waldbrand, dann entscheidet der Maschinist über den Einsatz der Tragkraftspritzen. Diese mobilen Pumpen werden "zwischengeschaltet" und halten somit den Wasserdruck über eine längere Strecke aufrecht.

Guter Job

"Der Maschinist muss beim Wassereinsatz den Überblick behalten", weiß Klaus Maffey. "Daneben obliegen ihm alle Aufgaben, die am Fahrzeug zu erledigen sind, beispielsweise die Stromversorgung für Beleuchtung, hydraulisches Gerät etc."
Freilich ist auch die Wartung der Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit Fachfirmen ein Thema – dass alles ehrenamtlich erfolgt, sollte nicht unerwähnt bleiben. Klaus Maffey: "Wenn Mannschaft und Gerät sicher zum Brandort und wieder nach Hause gebracht wurden und das Feuer gelöscht werden konnte, dann hat der Maschinist einen guten Job gemacht!"
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