23.01.2012, 15:19 Uhr

Debatten um Spielplatz in Kematen

Betroffene Eltern wollen die Kritik am geplanten Spielplatz nicht mehr hinnehmen und melden sich zu Wort! (Foto: privat)

Über die Proteste gegen einen Spielplatz in Kematen wurde berichtet. Jetzt melden sich Eltern zu Wort.

Man könnte die positive Stimmung unter den Eltern auch in einem Satz zusammenfassen – aus Objektivitätsgründen sollen aber auch jene zu Wort kommen, die von der Maßnahme profitieren.

Michaela und Dietmar Schmid schickten folgende Zeilen:

Als betroffene Anrainerin und Mutter von vier Kindern möchte ich gerne zu dem Artikel „Wieder Ärger um Kemater Spielplatz“ Stellung nehmen und schicke voraus, dass es mir in dieser Angelegenheit äußerst schwer fällt, objektiv und emotionslos zu bleiben.

Zuerst einmal stellt sich für mich die Frage, wie der Platz, der medial mittlerweile große Beachtung gefunden hat, als Kemater Spielplatz bezeichnet werden kann. Spielplatz meint in unserem Sprachgebrauch doch eine Fläche, die ausgestattet mit diversen Spielgeräten ist. Wir sprechen allerdings von einem Teil eines Feldes, auf dem es weder eine Schaukel, eine Sandkiste oder Klettermöglichkeiten gibt. Ich bin mir sicher, dass kein einziger ortsunkundiger Mensch diesen Platz als Spielplatz erkennen würde.

Es soll auch kurz erklärt werden, wieso Eltern mit dem Anliegen nach Auslaufmöglichkeiten für ihre Kinder an den Bürgermeister herangetreten sind. Kematen gilt als ländliche Gemeinde und zweifelsohne sind viele Familien in der glücklichen Lage, ihren Kindern in ihren eigenen Gärten Freiraum zum Spielen zu bieten. Es gibt allerdings auch viele Familien, die über winzige Grünflächen vor ihrem Häuschen verfügen und deren Kinder sich auf der Straße zum Spielen treffen müssen oder Eltern, die sich Nachmittag für Nachmittag ins Auto setzen, um mit ihren Kindern Auslauf in städtischen Spielplätzen zu suchen.

Trotz des Widerstandes einiger vereinzelter, dafür aber massiver Stimmen entschied sich der Bürgermeister von Kematen Rudolf Häusler einmal mehr, eine Maßnahme zum Wohle der Familien und Kinder zu setzen. So strahlten viele Kinderaugen, als im Herbst vergangenen Jahres ein Bagger auffuhr, um einen Hügel aufzuschütten. Nachdem der lange herbeigesehnte Schnee gefallen war, wurde der Hügel belebt. Kinder unterschiedlichsten Alters finden sich beinahe täglich ein, um gemeinsam im Schnee ihren Spaß zu haben und Eltern nützen diese Zeit, um miteinander zu reden und Erfahrungen auszutauschen. Wenn man beobachtet, wie gerne dieser Hügel besucht wird, ist klar, wie dringend in Kematen Platz zum Spielen gebracht wird.

Offen bleibt letztendlich die Frage, wie es nun zu diesen Anschuldigungen betreffend Lärmbelästigung kommen kann. Ich habe von vielen Menschen gehört, dass sie sehr gerne die spielenden Kinder beobachten und ihr Lachen von Herzen genießen. Wie so oft sind diese positiven Menschen aber nicht jene, die ihren Weg zu den Medien suchen, um über die schönen Dinge zu berichten. Nach medialer Aufmerksamkeit suchen – zumindest in diesem Zusammenhang – Menschen, die anderen ihre Freude offensichtlich nicht gönnen können. Vernünftig betrachtet ist es beinahe lächerlich, im Winter, in jener Zeit, in der niemand im Garten oder auf der Terrasse sitzt, in jener Zeit, in der Fenster nur zum Lüften offen stehen und Kinder im besten Fall bis zum so frühen Einbruch der Dunkelheit im Freien sind, von massiver Lärmbelästigung zu sprechen.

Ich habe heute schon einige Tränen trocknen müssen, nachdem unsere Kinder von den Unstimmigkeiten rund um den ersehnten Auslauf erfahren haben und mir ist es gerade heute ein großes Anliegen, auch an dieser Stelle und auf diesem Weg Kematens Bürgermeister Rudolf Häusler und seiner Partei für die familienfreundliche Politik in Kematen zu danken. Es bleibt zu hoffen, dass das Wohl so vieler Kinder und Familien letztendlich doch überwiegt.



Julia Ryan, Barbara und Rudolf Dibiasi:

Danke für den Rodelhügel

Einige angerierte Eltern sind mit der Bitte an den Bürgermeister herangetreten Freifläche für Kinder im Kemater Unterdorf zu schaffen. Im Unterdorf gibt es wenige Gehsteige und es fällt auf, dass sich Kinder zum Spielen, Austauschen und Bewegen häufig auf der Straße (sogar in Kreuzungsbereichen) treffen.

Im Herbst 2011 wurde am besagten Feld ein Hügel aufgeschüttet und die Freude der Kinder und vieler Familien war groß, dass Bürgermeister Häusler mit Einstimmigen Beschluss des Gemeinderates den Bedürfnissen der jungen Kematern so schnell entgegen gekommen ist.

Zwischen 14 und spätestens 17 Uhr ist der Rodelhügel zu einem beliebten Treffpunkt im Unterdorf geworden. Der Spaß den die Kinder beim Rodeln, Tollen und Spielen haben ist nicht zu übersehen und nicht selten bleiben Passanten stehen um diesen freudigen Anblick zu genießen. Sicherlich ist bekannt, dass Bewegung für die gesunde körperliche; seelische und soziale Entwicklung der Kinder essentiell ist. Es ist für Familien eine große Entlastung, dass nun in der unmittelbarer Umgebung eine Bewegungsfläche geschaffen wurde.

Die Freifläche wird so gut angenommen und aus unserer Sicht ist die Stimmung rund um den Hügel überaus positiv, mit Ausnahme vereinzelter Gegner
Als positive Entwicklung ist zu bewerten, dass jene die vor einigen Monaten die Straße als geeignete Spielfläche für Kinder bezeichnet haben sich nun Sorgen um die Sicherheit von Kindern und Autofahrern machen. Hier ist zu sagen, dass der Hügel ca. 30m von der Straße entfernt ist und der Hügelauslauf bei der derzeitigen Benützung mehr als ausreichend ist.

Es ist erfreulich dass offensichtlich die Entscheidungsträger in Kematen dazu in der Lage sind mit kleinen Maßnahmen große positive Veränderungen zu bewirken.



Katrin Seebacher:

An dieser Stelle möchte ich mich für die Realisierung des Projektes bedanken!
Mit meiner dreijährigen Tochter nutze ich den Rodelhügel, sooft es nur geht – bietet er doch die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe einwenig aktiv zu sein und sich mit anderen Familien zu treffen. Die Kinder haben an diesem Ort sichtlich Freude – und das scheint mir wohl das Allerwichtigste zu sein!



Veronika Geißler-Klebinder:

Meine Tochter Magdalena (3,5 Jahre) geht sehr gerne mit ihren Freunden zum neuen Rodelhügel. Gerade die Bewegung an der frischen Luft tut den Kindern besonders gut. Es ist so schön, wenn man die Freude in den Augen der Kinder (und auch der Eltern) sieht, wenn sie vom Hügel herunterrutschen, einen Zug bilden oder über die kleine Schanze springen. Den Hügel kann ich problemlos zu Fuß erreichen und dabei noch mein kleines Kind (8 Monate) im Kinderwagen mitnehmen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass ich beide Kinder immer mit dem Schianzug, Rodel, Kinderwagen usw. ins Auto verfrachten und irgendwo hinfahren müsste. Ich bin wirklich froh, dass wir diesen Hügel haben und dass wir heuer auch noch so viel Schnee haben, um ihn wirklich nutzen zu können. Die Freude und das Lachen der Kinder können doch niemanden stören!?


Lesen Sie dazu auch den Artikel und folgendem Direktlink:

http://regionaut.meinbezirk.at/axams/politik/kemat...
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