28.11.2016, 13:36 Uhr

Keine Zustimmung für grüne Anträge

Brigitte Gradl-Rangger fand mit den Anliegen der Grünen im Völser Gemeinderat kein Gehör. (Foto: Grüne)

Polit-Frust bei den Völser Grünen: Alle Anträge wurden im Gemeinderat abgelehnt!

Ein Monat vor Weihnachten gab es für die Grünen im Völser Gemeinderat keine Präsente: Fünf Anträge wurden abgelehnt, ein Anliegen wurde zurückgezogen.
Drei Anträge betrafen das Thema Elektromobilität. "Aus unserer Sicht wäre es wichtig, sich jetzt Gedanken darüber zu machen und nicht erst dann, wenn es brennt," so GR Brigitte Gradl-Rangger. "Diverse Berichterstattungen sowie die Ausschreibung diesbezüglicher Förderungen bestätigen die Aktualität der grünen Forderungen!"

Keine Elektromobililtät

Die Konzepterstellung zur Umrüstbarkeit von Stellplätzen für Elektromobiltät im Völser Gemeindegebiet bzw. die Schaffung einer geeigneten Lade-Infrastruktur fanden kein Gehör. Gradl-Rangger: "Die Ablehnung erfolgte unter anderem mit der Begründung, das wäre nicht wirtschaftlich und sowieso noch viel zu früh."
Ebenso abgelehnt wurde der Bau einer Stromtankstelle für zwei Parkplätze und deren Reservierung für Elektro- oder Plug-In-Hybridfahrzeuge als Demoinstallation sowie für die Einführung eines E-Carsharing-Systems.
Und auch die langfristige Umstellung der gemeindeeigenen Fahrzeuge auf Elektromobilität fand keine Zustimmung.

Flüchtlingsthema

Der Ausarbeitung eines Konzepts zur Weiternutzung des alten Feuerwehrhauses für die Kinderbetreuung unter Einbeziehung der Bevölkerung wurde nicht für notwendig befunden. Laut den Grünen sollte auch die vom Bund vorgegebene Quote an untergebrachten Flüchtlingen in Völs von 1,5% der Gemeindebevölkerung so rasch wie möglich erfüllet werden. Bei der Erstellung dieses Konzepts sollten vor allem bestehende Leerstände in Völs in Betracht gezogen werden.

TTIP-Resolution abgelehnt

Mit 17:2 Stimmen wurde auch eine beantragte Resolution der Gemeinde Völs gegen den Abschluß bzw. die Ratifizierung von TTIP, CETA und TISA abgestimmt. Die Gemeindeführung ist der Meinung, dass die Kompetenz hier im Bereich der EU liegt und eine Stellungsnahme der Gemeinde Völs hier nicht notwendig wäre. Gradl-Rangger: "Weiters kann sich der Bürgermeister laut eigener Aussage nicht gegen etwas aussprechen, dass er nicht im Detail kennt bzw. versteht. Wir bedauern diese Einstellung, denken aber – wie inzwischen jede 8. österreichische Gemeinde – dass Protest von der Basis auch etwas auf EU Ebene bewegen kann," so die Fraktionsvorsitzende.


Antrag zurückgezogen

Der sechste Antrag betraf die seit Juni 2016 geforderte Ausarbeitung eines Konzepts zur Weiternutzung des ehemaligen Feuerwehrhauses am Volksschulareal für die Kinderbetreuung. In der Zwischenzeit wurde im Auftrag der Gemeinde ein generelles Konzept für die Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen in Völs erstellt. Der Antrag wurde daher zurückgezogen.
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