23.01.2012, 23:03 Uhr

Kematen: Wieder Ärger um neuen Spielplatz!

Auf dieser Grundfläche (schraffierter Bereich) entsteht ein Spielplatz, der für Ärger sorgt! (Foto: Land Tirol)

Rund um den geplanten Spielplatz flammen wieder Diskussionen auf!

Massiven Anrainerbeschwerden hielt Bgm. Rudolf Häusler damals entgegen, dass nur ein Teil der Grundfläche im dichtbesiedelten Gebiet verbaut wird. Außerdem würde die Spielfläche ausschließlich Kleinkindern der betreffenden Wohnanlage zur Verfügung stehen. Die Einhaltung dieses Versprechens sehen die Anrainer, speziell Rudolf Ostermann, nicht erfüllt: „Anfang November wurden am Gelände am Mitterweg ausgedehnte Erdbewegungsarbeiten durchgeführt und ein großer Erdhügel aufgeschüttet. Ansonsten wurde bis zum heutigen Tag nichts gemacht. Kein Zaun (massive Gefährdung der Kinder und der Autofahrer), keine Hinweistafeln mit Öffnungszeiten, Zugangs- und Benützungsregeln etc. Mit dem ersten Schneefall ist dann auch das eingetreten, was die besorgten Anrainer immer befürchtet haben. Es war keine Rede mehr von Spielplatz für Kleinkinder im Alter von ein bis fünf Jahren.“

Konsequenzen gefordert
Rudolf Ostermann lässt seinem Ärger freien Lauf: „Da vom Aufschütten des Erdhügels bis heute keine adäquaten Maßnahmen getroffen wurden, die die Benutzung des Spielplatzes regeln, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Exempel statuiert werden sollte um Leute ,die anderer Meinung sind und die sich die Einhaltung von Gesetzen erwarten, zu bestrafen. Das erinnert mich stark an die Causa Müllabfuhr, in deren Zusammenhang das Wort ‚Erziehungsmaßnahme‘ gefallen sein soll!“ Bgm. Häusler hätte die Übertretung von Gesetzen in Kauf genommen, so Ostermann weiter. „Der Bürgermeister sollte schnellstens in sich gehen und als ÖVP Mandatar jene Konsequenzen ziehen, die die ÖVP immer wieder in den Medien als moralischen Maßstab von ihren Mandataren einfordert.“

Keine Verfehlungen
Die Stellungnahme des gescholtenen Bürgermeisters ist kurz und bündig, lässt aber an Deutlichkeit ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Rudolf Häusler sieht sich nämlich in der Causa zu Unrecht beschuldigt: „In der Angelegenheit Spielplatz Stuiferfeld hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck bereits im September des Vorjahres die Ermittlungen gegen mich eingestellt. In dieser Causa ist mir nämlich weder sachlich, politisch noch rechtlich irgend etwas vorzuwerfen. Es gibt einen einstimmigen Beschluss der Gemeinde Kematen über den Vorgang ‚Anpachtung des Stiftsgrundes und Spielplatz‘ Stuiferfeld‘. Kinder und Jugendliche sollen entsprechende Spiel- und Sportmöglichkeiten haben. Dazu stehe ich.“

„Sturm im Wasserglas“
Für die Beschwerdeführer hat Bürgermeister Rudolf Häusler auch noch ein Fazit bereit: „Das ist nur ein Sturm im Wasserglas. Unser Kematen hat Diskussionen auf diesem Niveau nicht nötig.“


Lesen Sie dazu auch folgenden Artikel unter Direktlink:

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