23.05.2017, 11:06 Uhr

Verkehrsentlastung durch Tunnel unter Mutters?

Vizebgm. Gregor Reitmair hat Visionen zur Verkehrssituation – was daraus wird, steht noch nicht fest.

Derzeit noch eine Vision – aber die ständige Verkehrszunahme erfordert künftig Maßnahmen!

Bei der vor kurzem durchgeführten Bürgerversammlung in Mutters gab es nicht nur Zahlen und Fakten, sondern auch Visionen. "Vision ist die Kunst, Unsichtbares zu sehen", zitiert der Mutterer Vizebürgermeister Gregor Reitmair (WIR Mutterer) Jonathan Swift. Zusatz: "Und noch schöner ist es, Visionen zu verwirklichen!" Er präsentierte seine Vision eines Verkehrstunnels, der vom Bereich zwischen dem Kreisverkehr an der Mutterer Auffahrt bis zum Sportplatz führen könnte. "Es ist derzeit nur eine Idee und es gibt auch noch keine Machbarkeitsstudien oder konkrete Planungen. Sie soll aber veranschaulichen, dass Mutters bei der zukünftigen Verkehrsentwicklung nur überleben kann, wenn der Durchzugsverkehr nicht mehr durch unser Dorf fließt." Dass die Dorfstraße nicht nur anschaulich, sondern auch in höchstem Maße belastet ist, bedarf keiner Erhebung. Die Straße wird nächstes Jahr generalsaniert. Auch der Dorfplatz wird etwas umgestaltet, mit dem Ziel, den Dorfbrunnen so zu belassen.


Zwei Visionen

Gregor Reitmair hat zum Thema "Verkehrsentlastung" zwei Visionen. Eine Route könnte – aus Götzens kommend – Eine Route könnte – aus Götzens kommend – von
der „Gneide“ (Bereich am Plateau oberhalb des Mutterer Sportplatzes, nahe der dortigen Deponie) bis zur Muttereralm-Talstation führen. Reitmair: "Alles, was aus Richtung Westen zur Muttereralm will, müsste nicht durch das Dorf fahren." Diese Variante erscheint durchaus machbar – das Hauptthema ist jedoch die bereits erwähnte Untertunnelung des Ortskerns. Um einen ungefähren Anhaltspunkt zu haben: Der Tunnel müsste eine Distanz von rund 1.600 Meter und etwa 150 Höhenmeter überwinden.

Nächste Schritte

In Kürze soll der Planungsverband über die Visionen informiert werden, so der Vizebürgermeister: "Das Thema Umfahrung ist in Götzens und Birgitz ja schon seit ewigen Zeiten am Tisch. Sollte hier jemals etwas realisiert werden, würde das für diese Dörfer eine leichte Entspannung bringen, aber an der Belastung für Mutters nichts ändern." Das Gegenteil sei der Fall, glaubt Reitmair. Die Modernisierung des Autobahnanschlusses Innsbruck-Süd bei der Shell-Tankstelle ist bereits in Planung. Die Folge ist ein attraktiver Verkehrsknotenpunkt in alle Richtungen, der noch mehr Verkehr durch Mutters bringen könnte. Gregor Reitmair: "Erstes Ziel ist der Auftrag für eine Machbarkeits- und Kostenstudie – dass etwas passieren muss, sollte allen klar sein!“
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