19.06.2017, 10:59 Uhr

Franz Venier und Othmar Peer sind "Glocknermänner"

Er kann es noch immer – und Aufgeben gibt es nicht: Franz Venier zeigte sich von seiner extremsten Seite! (Foto: Paul Weber)

1.000 km bei 17.000 Höhenmetern am (Renn)rad – ein Fall für die beiden Radheroen!

Die Zielvorgabe ist an sich schon beeindruckend – aber die Rahmenbedingungen machten heuer den Glocknerman zu einem speziellen Event. Starkregen nach gut einem Drittel der Strecke, ergo knallharte Bedingungen am Großglockner, der für die Ultrafahrer zweimal zu bewältigen war, brachte das Teilnehmerfeld der 68 Akteure oft
an die Grenze des Machbaren. Da passte der Spruch des Zirler Extremsportlers Franz Venier an seinen Partner Othmar Peer punktgenau: "Jetzt geht es nicht mehr um unsere Zielzeit – jetzt geht es nur mehr ums Überleben!"

Durchbeissen

... lautete also die Devise – und das ist vor allem für Franz Venier seit jeher Programm: Das "Team Stubai" (der TVB Stubai sponserte das Duo) kam nach 39.48 Stunden als Zweite der Klassenwertung ins Ziel und markierte die insgesamt viertbeste Zeit des Bewerbs.
Othmar Peer: "ich hätte bei diesen Bedingungen nicht mehr weitergemacht, aber wer Franz Venier kennt, weiß, dass es so etwas bei ihm nicht gibt. Das sind eben die Extremsportler und Franz Venier ist nach wie vor einer der besten der Welt!"
Der Sieg ging an die Race across Amerika Sieger des Vorjahres, Nicole Reist (SUI) und Pierre Bischof (GER), die damit auch die parallel ausgetragene Ultracyclingweltmeisterschaft für sich entscheiden konnten. Mit dabei in einem starken Viererteam waren Snowboardchampion Benjamin Karl und Promiwinzer Leo Hillinger.

Herausforderung

Der von Extremsportler Jakob Zurl und seinem Team bestens organisierte Event ist durch seine Streckenlänge aber auch für das Betreuerteam und vor allem für den Navigator eine echte Herausforderung, weiß Paul Weber aus Axams, der die Sportler begleitete: "Da kann es schon passieren, dass man einige Kilometer zu viel fährt und wieder an den Ausgangspunkt zurück muß. Aber das gehört genauso dazu, wie der Wechsel der nassen Klamotten im Auto! Im Betreuerfahrzeug herrscht also Hochbetrieb und die Crew ist dann auch am Ende des Tages genau so fertig wie die Athleten!"
Resümee: Der Glocknerman ist kein Radrennen wie man es kennt - es ist ein bisserl mehr! Werner Grissmann würde in Anlehnung an seinen Dolomitenmann sagen: "Das ist nur was für die Härtesten unter der Sonne ..."
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