07.01.2018, 15:52 Uhr

Kindl-Express mit Volldampf im neuen Jahr

Der World Champion trumpfte auf und setzte hinsichtlich der olympischen Spiele ein deutliches Rufezeichen! (Foto: GEPA)

Doppelsieg für Österreich in Königssee – Wolfgang Kindl aus Natters siegt vor Armin Frauscher!

Doppel-Weltmeister Wolfgang Kindl raste am Königssee zu seinem zweiten Saisonsieg, Armin Frauscher wurde sensationeller Zweiter – und mit fünf Rodlern in den Top-10 und Platz drei in der Team-Staffel wußten die Schützlinge von ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl auch mannschaftlich voll zu überzeugen.
Wolfgang Kindl, der das alte Jahr mit dem Sieg im Sprint-Weltcup von Lake Placid und dem Staatsmeistertitel erfolgreich ausklingen ließ, bestätigte seine Top-Form. Der Natterer brachte am Ende einen Vorsprung von 29 Tausendstel Sekunden auf Landsmann Armin Frauscher über die Linie. Für den 23-jährigen Lanser, nach dem ersten Durchgang auf Rang vier, war es nach dem zweiten Platz von Igls 2015 der zweite Weltcup-Podestplatz seiner Karriere und ein kräftiges Lebenszeichen hinsichtlich der internen Olympiaqualifikation. Reinhard Egger belegt heute den guten achten Platz, die Brüder David und Nico Gleirscher teilen sich den neunten Gesamtrang.


Quali-Würze

Damit ist in der Olympiaqualifikation der ÖRV-Einsitzer weiterhin viel Spannung und Würze drinnen. Welche zwei Athleten neben dem bereits fix gesetzten Wolfgang Kindl in Pyeongchang an den Start gehen, entscheidet sich nach dem Weltcup in Oberhof, der am 13. und 14. Jänner gerodelt wird.
In der abschließenden Teamstaffel lief es für Birgit Platzer, Wolfgang Kindl und Peter Penz/Georg Fischler ebenfalls nach Wunsch. Die heimische Auswahl landete mit Rang drei den dritten Podestplatz im Manschaftsbewerb in Folge. Den Sieg sichert sich Italien, Deutschland wurde nach einem Fehler der Doppelsitzer, die das Startgate zu früh auslösen, disqualifiziert.

Stimmen

Wolfgang Kindl:
„Wir haben über Weihnachten sehr gut gearbeitet und den Schwung optimal mitgenommen, besser hätte das neue Jahr nicht anfangen können. Auf der Heimbahn von Felix Loch zu gewinnen ist schon etwas ganz besonderes. Ich habe versucht maximalen Druck auszuüben, er (Anm. Loch) musste ans Limit gehen und hat die Spur zu viel riskiert. Man muss die Fehler der Konkurrenz auch ausnützen können, das ist mir heute gelungen, dieser Sieg macht die Brust noch ein Stückchen breiter.“

Armin Frauscher:
„Die bisherige Saison war nicht unbedingt einfach, aber ich habe versucht mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Das Training war zuletzt sehr gut, ich war heute punkto Abstimmung absolut am Limit, habe beim Material voll riskiert und mich mit zwei nahezu perfekten Läufen belohnt. Wie schmal der Grat ist, hat man bei Felix Loch gesehen, bei mir ist es aufgegangen, das ist natürlich lässig.“
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