"Berlin Calling" in Wien: Paul Kalkbrenner live im Museumsquartier!

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"Parts of Life" - So nennt sich das neueste Album von Deutschlands Kult-DJ Paul Kalkbrenner. 15 Titel, die - nicht chronologisch - stets mit Parts und einer Nummer zwischen 1 und 15 bezeichnet sind, im Spannungsfeld zwischen Ambient, House und Techno, eine Hommage an die Raving Society von Berlin. Vielleicht auch ein persönliches Tagebuch, das man aufgrund seiner kryptischen Form als solches gar nicht entziffern kann.

Sei´s wie´s sei. Kalkbrenner, in Ostberlin-Lichtenberg aufgewachsen und seit seiner Jugend im Techno-Mauer-Epizentrum inkludiert, stattete im Rahmen seiner Europa-Tour auch dem seit Wochen restlos ausverkauften Wiener Museumsquartier einen Besuch ab. Seine Show beginnt stets mit einer tech-house untermalten halbstündigen Dia-Show mit Stationen seines Lebens: Parties all around the World von Tomorrowland bis Ibiza, Alltagsleben zwischen Flugzeug und Hotel, auch seine Family (Berufskollegin DJ Ana Simina Grigoriu und Baby) lacht vom Video Screen. Dann betritt der Meister die Bühne und verzückt über 2,5 Stunden die Massen mit seinen melodiösen-uplifting Tech Beats, die seit 1999 den Mittelpunkt seines Lebens bilden.

Für Hannes Stöhrs Kult-Film "Berlin Calling" wurde der Paule als Berater engagiert, schließlich übernahm er selbst die Rolle des drogenabstürzenden DJ´s Ickarus. Im Gegensatz zu prominenten Szene-Friends tatsächlich eine Rolle. Denn Kalkbrenner nimmt keine Drogen und sieht sich auch nicht als DJ, der zwei Audiofiles ineinandermixt. Jeder Auftritt des Künstlers ist ein Unikat, auf der Bühne stehen neben dem Laptop die riesigen Mischpulte, auf denen Kalkbrenner - ohne Kopfhörer - seine Soundspuren mit Knöpfchen und Reglern live neu kompiliert.

Dazu eine Setlist, die keine Wünsche offen lässt: Instrumentale Tracks aus dem neuen "Parts of Life"-Album, massenkompatible Hits wie "Feed your Head" (mit dem genialen "White Rabbit"-Sample von Jefferson Starship), coole Kalkbrenner-Remixes von 2Raumwohnung, Stromae, Moby oder Gary Jules ("Mad World) und natürlich die "Berlin Calling"-Anthems "Sky and Sand" (gesungen von seinem Bruder Fritz) und "Azure".

Als Schlusszugabe das chillige "Aaron". Die Fans verlassen um 23 Uhr schweißüberströmt, technoberauscht und glücklich das Museumsquartier. Das Ende der Party-Nacht in Wien? Wohl nur in den seltensten Fällen :-)

www.oliverplischek.at

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