Pro Mente hilft
Der Psyche etwas Gutes tun

Leiterin Bettina Arbesleitner (l.) freut sich über das Engagement von Zita Ostermann (r.), die seit 14 Jahren bei Pro Mente aktiv ist.
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  • Leiterin Bettina Arbesleitner (l.) freut sich über das Engagement von Zita Ostermann (r.), die seit 14 Jahren bei Pro Mente aktiv ist.
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Die ehrenamtlichen Sozialbegleiter von "Pro Mente" helfen Klienten ihren Alltag zu bewältigen. 

WIEDEN. Am 10. Oktober ist der internationale Tag der seelischen Gesundheit. Obwohl immer mehr Menschen an psychischen Erkrankungen leiden, wird das Thema noch immer weitgehend tabuisiert.

Der Wiedner Verein "Pro Mente – Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit" unterstützt Klienten in allen Lebenslagen, wie etwa durch ehrenamtliche Sozialbegleiter.

Zeit und Empathie schenken

"Als ich meinen ersten Klienten vor 14 Jahren kennenlernte, war ich gerade in meinen 50ern. Ich wollte neben meinem Beruf ehrenamtlich etwas Sinnvolles machen, weil ich fand, ich habe noch viel zu geben", erzählt Zita Ostermann. Auf die Idee, sich bei Pro Mente zu engagieren, kam sie über einen Zeitungsartikel. "Für Tiere oder arme Kinder engagieren sich viele, aber Menschen mit einer psychischen Erkrankung waren zumindest damals eher eine Randgruppe", so Ostermann. 2005 machte sie einen Einführungskurs und traf kurz darauf ihren ersten Klienten, den sie bis heute einmal pro Woche besucht.

Sie half ihm seinen Alltag und seine Finanzen zu ordnen, erledigte Amtswege, begleitete ihn zum Arzt, ging mit ihm einkaufen und entdeckte sogar ein großes gemeinsames Hobby: das Kochen. "Er litt anfangs unter Essstörungen, war depressiv und nicht sehr gesprächig. Heute gehen wir gemeinsam einkaufen und kochen, oder wir gehen in ein Restaurant und plaudern", sagt Ostermann. Wichtig sei die Bereitschaft, Zeit, Interesse und Empathie zu schenken, verlässlich und unvoreingenommen zu sein. "Dann ist jeder Besuch, jedes Treffen eine wunderbar sinnerfüllte Zeit."

Niemand wird alleingelassen

Aktuell sind rund 100 Frauen und Männer zwischen 20 und 80 Jahren für Pro Mente ehrenamtlich tätig. "Selbstverständlich werden unsere freiwilligen Sozialbegleiter nach unserer dreitägigen, verpflichtenden Einschulung nicht alleine gelassen. Wir stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung", erklärt Bettina Arbesleitner, die seit 2004 die Sozialbegleitung leitet. Einmal im Monat gibt es ein Treffen zu dritt, bei dem auch der Klient mit dabei ist.

"Sozialbegleiter kann jeder werden, niemand muss Angst davor haben. Die fachliche Unterstützung kommt selbstverständlich von uns, das nimmt den Druck von den Sozialbegleitern, die sich so unbelastet auf die rein menschliche Seite einlassen können", so Arbesleitner weiter.
"Wir gleichen das Fehlen menschlicher Kontakte aus und das wirkt sich positiv auf die Klienten aus. Zu wissen, im Hintergrund ist jemand da, wenn es brennt, ist für uns Sozialbegleiter enorm wichtig", bestätigt auch Zita Ostermann.

Die nächste dreitägige Schulung findet von 18. bis 20. Oktober in der Rienößlgasse 3/2 statt. Anmeldung per E-Mail an bettina.arbesleitner@promente-wien.at Weitere Informationen gibt's auf www.promente-wien.at

Leiterin Bettina Arbesleitner (l.) freut sich über das Engagement von Zita Ostermann (r.), die seit 14 Jahren bei Pro Mente aktiv ist.
"Als ich meinen ersten Klienten vor 14 Jahren kennenlernte, war ich gerade in meinen 50ern. Ich wollte neben meinem Beruf ehrenamtlich etwas Sinnvolles machen, weil ich fand, ich habe noch viel zu geben", erzählt Zita Ostermann.
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Ulrike Kozeschnik-Schlick aus Alsergrund

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