Freiwillige helfen in den Wiener Horten aus

Die Freiwilligen des Vereins "Frei.Spiel" sind mit viel Liebe im Einsatz für Kinder, die es sonst schwer haben.
4Bilder
  • Die Freiwilligen des Vereins "Frei.Spiel" sind mit viel Liebe im Einsatz für Kinder, die es sonst schwer haben.
  • hochgeladen von Christian Bunke

WIEN. Es begann mit dem Wunsch, sich sozial zu engagieren. "Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, etwas zum Thema Integration und gemeinsam mit Kindern zu machen", erinnert sich Dorith Salvarani-Drill. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins "Frei.Spiel". "Ideengeber war ein Verein aus Linz, der ehrenamtlich bei der Kinderbetreuung geholfen hat. Das machen wir jetzt auch."

Bereits seit drei Jahren ist der Verein in Wien aktiv. Dabei wird eng mit den Kinderfreunden, aber auch mit Einrichtungen der Stadt Wien zusammengearbeitet.

"Wir wollen vor allem in Horte gehen, wo es viele sozial benachteiligte Kinder gibt. Dort helfen wir bei der Nachmittagsbetreuung", erzählt Salvarani-Drill. Das Engagement der freiwilligen Helfer stößt auf starken Zuspruch. "Die Pädagoginnen in den Kinderhorten freuen sich unglaublich über die Hilfe. Schließlich muss manchmal eine hauptamtliche Person ganz alleine die Kinder betreuen."

Zukunftschancen sichern

Dem Verein geht es dabei vor allem um ein Ziel: die Zukunftschancen benachteiligter Kinder zu sichern. "Unsere Freiwilligen machen Hausaufgabenbetreuung. Sie spielen und sprechen mit den Kindern und geben ihnen Zuwendung", sagt Salvarani-Drill. Zu Hause fehle den Kindern oft die nötige Unterstützung. "Doch je früher man damit anfängt, desto besser. Dann können die Kinder später auch eine Berufsausbildung beginnen."

Freiwilliges Engagement

Derzeit koordiniert der Verein 55 freiwillige Helfer. Die meisten von ihnen sind Frauen. "Viele sind Pensionisten", erzählt Salvarani-Drill. "Doch es sind auch junge Menschen dabei, die erste pädagogische Erfahrungen sammeln wollen. An erster Stelle steht bei allen aber das soziale Engagement."

Bevor die Freiwilligen mit ihrer Arbeit beginnen können, werden sie vom Verein zu einem Erstgespräch gebeten. Sie müssen volljährig sein und einen Strafregisterauszug vorlegen. Gute Deutschkenntnisse sind ein Muss. "Eine pädagogische Ausbildung ist aber nicht nötig", sagt Salvarani Drill. "Wir bieten unseren Freiwilligen jedoch Weiterbildungsworkshops und Supervision an – natürlich kostenlos. Unter anderem haben wir vor Kurzem einen Erste-Hilfe-Workshop organisiert, bei dem es darum gegangen ist, worauf man bei Kindern achten muss." Wichtig sei, dass Freiwillige sich für mindestens einen Nachmittag pro Woche verpflichten können: "Ohne Regelmäßigkeit geht es einfach nicht."

Inzwischen gibt es auch regelmäßige Stammtische von und für Freiwillige, die sich bei "Frei.Spiel" engagieren. "Es hat sich ein Netzwerk gebildet. Unsere Helfer wollen sich über ihre Erfahrungen austauschen."

In ganz Wien aktiv

Im Jahr 2013 hat der Verein seine Tätigkeit an nur einem Standort in Favoriten begonnen. Inzwischen ist er in fast jedem Bezirk aktiv. Im benachbarten Ottakring werden beispielsweise inzwischen drei Kinderhorte betreut.

Dieses Jahr ist ein Standort in der Brüsslgasse dazugekommen. Hier beteiligt sich der Verein an der Nachmittagsbetreuung von vier Gruppen, in denen jeweils 20 Kinder sind. "Auch wenn wir das ehrenamtlich machen, kostet es dennoch Geld", betont Salvarani-Drill. "Die Betreuung eines Kindes kostet uns 75 Euro pro Jahr. Deshalb freuen wir uns auch über Spenden."

Zur Sache:

Der Verein "Frei.Spiel – Freiwillige für Kinder" sucht Spender, die Patenschaften für einzelne Kinder oder auch ganze Kindergruppen übernehmen wollen. Auch Interessenten für die Freiwilligenarbeit sind willkommen. Infos dazu gibt es online: freispielwien.at

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen