Tempo 30
Mehr Sicherheit für die Kinder auf der Wieden

Marco Antonio Sanhueza träumt von sichereren Straßen für die Kinder Wiens. Deshalb will er Tempo 30 im ganzen Bezirk.
  • Marco Antonio Sanhueza träumt von sichereren Straßen für die Kinder Wiens. Deshalb will er Tempo 30 im ganzen Bezirk.
  • hochgeladen von Christian Bunke

Tempo 30 für die Wieden: Das wünscht sich Marco Antonio Sanhueza vom Kulturraum Neruda.

WIEDEN. Es war für viele ein Weckruf, als im Jänner ein Kind von einem LKW in der Landstraße erfasst und tödlich verletzt wurde. Damals entbrannte für einige Zeit eine Sicherheitsdebatte über den Straßenverkehr, die derzeit aber wieder eingeschlafen ist.

Ruhe dank weniger Verkehr

Marco Antonio Sanhueza möchte keine Ruhe geben. Beruflich betreibt er den Kulturraum Neruda in der Margaretenstraße 38. Hier wird eine Brücke von Lateinamerika über den Balkan nach West-Europa gespannt.

Der Kulturraum ist aus dem Freihausviertel längst nicht mehr wegzudenken. "Die natürliche Art sich zu bewegen ist für den Menschen zu Fuß zu gehen", sagt Sanhueza. "Beim Freihausviertelfest merkt man, wie schön es ist, wenn die Straßen mal für den Verkehr gesperrt sind. Das ist großartig, wie ruhig dann alles ist."

Gefährliche Straßen

Sanhueza ist zweifacher Vater, seine Kinder sind elf und sieben Jahre alt. "Wenn sie gemeinsam mit ihren Freunden auf der Straße unterwegs sind, dann ist es am gefährlichsten für sie", sagt Sanhueza.

"Die Kinder sind abgelenkt und Autolenker können sie nur schwer sehen, weil sie noch so klein sind." Er rät den Kindern immer, die Augen offen zu halten. "Auch wenn die Ampel grün ist, ist sie für Kinder eigentlich rot. Es kann trotzdem ein Auto kommen. Sie müssen immer aufpassen, weil Autofahrer einfach nicht genug darauf achten."

Flächendeckend Tempo 30

Dieser Zustand brachte Marco Antonio Sanhueza zu einer Idee. "Ich möchte, dass der gesamte Bezirk zu einer Tempo-30-Zone wird. Das würde die Sicherheit der Kinder stark verbessern."

Eine solche Maßnahme habe noch weitere Vorzüge: "Wenn die Autos langsamer fahren, machen sie weniger Lärm und stoßen weniger Schadstoffe aus. Das ist insgesamt gut für die Umwelt." Derzeit existiere die Kampagne nur in sozialen Medien.

Politik nicht nur für Autofahrer

"Es kommt die Sommerpause, da passiert in Wien nichts. Aber im Herbst möchte ich mehr dafür machen. Man muss Schulen und Elternvereine ansprechen."

Denkbar seien auch Protestaktionen: "Man sollte auf die Straße gehen und etwa die Bezirkspolitiker einladen, mitzumarschieren. Tempo 30 ist sehr wichtig, auch wenn die Politik oft nur auf die Interessen der Autofahrer schaut."

Autor:

Christian Bunke aus Wieden

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.